Die Plage mit dem Vogeldreck

Mehlschwalben brüten bis zu drei Mal im Jahr. Sie aus dem Bahnhof zu entfernen, ist eine schwierige Aufgabe. Foto: fkn

Vielen sind sie ein Ärgernis: Die Mehl- und Rauchschwalben sowie die Taubenkolonien, die den Herrschinger Bahnhof innen wie außen besiedeln – und mit ihrem Kot verschmutzen. Taubennetze und die Verlegung der Nistplätze haben bisher wenig gebracht. Mit Herbert Biebach (Grüne) hat der Herrschinger Gemeinderat einen Vogel-Experten in den eigenen Reihen, der sich dem Thema angenommen hat.

Man müsse es den Tauben nur möglichst ungemütlich machen, dann würden sie freiwillig sich einen andern Nitzplatz suchen, erläuterte Biebach, der ein bundesweit anerkannter Ornithologe ist, dem Gemeinderat. Schwieriger gestaltet sich eine Lösung bei den Schwalben, da sie bis zu drei Mal im Jahr brüten. Die Mehlschwalbe bevorzugt Außenfassaden, die Rauschwalbe hält sich gerne in Dachstühlen auf. Während Biebach bei den Mehlschwalben eine Chance sieht, diese langfristig in Schwalbentürme oder -häuser umzusiedeln, gibt’s bei den Bewohnern im Dachgebälk nur die Möglichkeit, diese in unmittelbar benachbarte Gebäude zu verbringen und dort für ausreichend Futter zu sorgen. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, mittels Kotbretter die Verschmutzung einzudämmen. „Problematisch wird’s, wenn wir uns über eine Weiternutzung des Bahnhofs unterhalten“, mahnte Willi Welte (CSU) zur Eile. Aus München wisse er, „das kann Jahre dauern, die Schwalben umzusiedeln“. Aus dem Agenda-Topf macht der Gemeinderat rund 10.000 Euro locker, um die bisher ehrenamtlichen Arbeiten wie Sträucher zurückschneiden, Kotbretter und Taubennetz reinigen, in Zukunft zu bezahlen. Zusätzliche Kotbretter sollen so schräg aufgehängt werden, dass sie zwar den Kot auffangen, aber keine Vögel mehr auf ihnen landen können.

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