Planegg drückt aufs Tempo

Keine Zeit will die Gemeinde Planegg bei der Verlängerung der U6 nach Martinsried verlieren. Der Verkehrsausschuss stellte deshalb für eine weitere Aktualisierung der Kosten-Nutzen-Analyse aus dem Jahr 1998 noch einmal 40.000 Euro zur Verfügung. Weiter offen bleibt die Frage der Bauträgerschaft.

Das Thema habe aufgrund der Entwicklungen auf dem Campus Martinsried „hohe Priorität“, erinnerte Gemeindegeschäftsleiter Stefan Schaudig die Mitglieder des Verkehrsausschusses. 100.000 Euro habe man bereits für die Vorentwurfsplanung für die 950-Meter-Verlängerung bereitgestellt, das Ergebnis liegt der Gemeinde vor. Nun gilt zu klären, wer die Trägerschaft übernimmt und wie die Kosten für den laufenden Betrieb aufgeteilt werden können. Wie Schaudig dem Ausschuss weiter erläuterte, muss ferner zur Klärung der Frage, ob es dafür Bundesmittel gibt, die Kosten-Nutzen-Analyse aus dem Jahr 1998 aktualisiert werden. Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, schlug Schaudig vor, wieder das Münchner Büro Intraplan zu engagieren, das bereits 1998 für die Kommune aktiv war. Nach drei Monaten könnten die aktualisierten Daten dem Gemeinderat geliefert werden. Kostenpunkt für die Untersuchung: 40.000 Euro. Indes hofft die Kommune auf die neue Ministerriege im Maximilianeum. Zwei von ihnen kommen immerhin aus dem Würmtal: Der neue Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) aus Neuried und der Gautinger Martin Zeil (FDP), der das Wirtschaftsministerium übernommen hat. Bürgermeisterin Annemarie Detsch sagte in der Sitzung, sie habe beide bereits angeschrieben und hoffe auf eine baldige Reaktion. Im Sommer noch hatte die Rathauschefin vom damaligen Ministerpräsident Günther Beckstein die Zusage erhalten, das Projekt genieße oberste Priorität. Nun gelte es, so Detsch, abzuklopfen, ob sich das immer noch so verhalte. Die Investition und Vorarbeit der Gemeinde könnten sich entscheidend für die Trägerschaft für das 65-Millionen-Projekt auswirken. Darum sei Gemeindegeschäftsführer Schaudig auch froh darüber, dass Planegg seine Hausaufgaben gemacht habe, wie er dem Gremium erläuterte. In Frage käme neben dem Freistaat und dem Landkreis München auch die Gemeinde selbst. Erst wenn ein Träger gefunden wurde, kann mit dem U-Bahn-Bau begonnen werden. Übrigens: Die erste Kosten-Nutzen-Analyse von Intraplan hatte schon vor zehn eine Wirtschaftlichkeit der Strecke nach Martinsried in Aussicht gestellt. Die Nachfrage ist seit dem nicht weniger geworden.

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