Pöcking beteiligt sich an dem Projekt "Kampf dem Herztod"

Vorreiterrolle: Als erste Gemeinde im Landkreis Starnberg beteiligt sich Pöcking an dem Projekt „Kampf dem Herztod“ und lässt an für jedermann zugänglichen Standorten leicht zu bedienende, automatische Defibrillatoren aufstellen. Sie sind rund um die Uhr an folgenden Stellen zu finden: In den Vorräumen der beiden am Ort ansässigen Banken (dort ist wird auch jeweils ein Notruftelefon installiert), im Hallenbad und in der Grundschule sowie am Sportpark. Ein fünftes Gerät soll im Fahrzeug der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eingebaut werden.

Immer noch ist plötzlicher Herztod die häufigste Todesursache in Deutschland. Ohne Behandlung hat der Betroffene nur eine Überlebenschance von fünf Prozent. Steht dagegen innerhalb der ersten Minuten ein Defibrillator (Elektroschockgerät) zur Verfügung, können die Überlebenschancen auf bis zu 90 Prozent ansteigen. Auch hier heißt die Devise: Je schneller die Behandlung mit dem Defibrillator erfolgt, desto besser. Das Gerät ist laut Walter Kohlenz vom Verein Katastrophenschutz, der das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde angestoßen hat, leicht zu handhaben – und kann auch von Laien bedient werden. Schritt für Schritt wird dem Bediener erklärt, was zu tun ist. Insgesamt kostet das Projekt inklusive Installation und Hinweisschilder 11.000 Euro. Die DLRG, die die Schulung an dem Gerät übernimmt, hat bereits die Übungsleiter des Sportvereins SC Pöcking-Possenhofen unterrichtet sowie die Mitarbeiter der beiden Banken. Weitere Schulungen erhalten die Schwimmbadmitarbeiter sowie Hausmeister. Aber auch interessierte Bürger können sich schulen lassen. Für 2010 ist ein Aktionstag geplant. Außerdem wird gerade eine Informationsbroschüre erstellt. Informationen zum Projekt gibt es bei der Gemeinde oder im Internet unter der Adresse www.katastrophenschutz-ev-de oder www.Poecking-Starnberg.DLRG.de.

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