Vereinspauschale wird in diesem Jahr von 20 auf 40 Millionen Euro verdoppelt

Politik und Verbände führen Gespräche zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb 

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Politik und Verbände führen Gespräche zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb.

Landkreis - Sportliche Aktivitäten in der Corona-Krise sind stark eingeschränkt. Einige Sportarten an der frischen Luft wie Joggen, Wassersport auf natürlichen Gewässern wie etwa Schwimmen, Segeln oder Rudern, aber auch Reiten oder Fahrradfahren sind aber ausdrücklich erlaubt. „Derzeit arbeiten wir an einem Konzept für die Freigabe weiterer Sportarten ab circa Anfang Mai. Wir wollen den Menschen so viele Sportarten wie möglich erlauben. Dabei werden wir das aktuelle Infektionsgeschehen aber sehr genau im Blick behalten. Im Zweifel geht der Infektionsschutz vor", erklärt dazu Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Dazu steht die Politik in regen Austausch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem bayerischen Landessportverbänden (BLSV) sowie den Spitzenfachverbänden um Vorschläge zur schrittweisen Wiederaufnahme des Sportbetriebs und zur Öffnung von Sportanlagen und Sportstätten zu entwickeln – insbesondere auch für den Breiten- und Freizeitsport. Die für den Sport zuständigen Ministerien in den Länder arbeiten zurzeit an einem Positionspapier, um damit in die Beratungen mit der Bundesregierung zur weiteren Öffnung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie zu gehen. „Oberste Prämisse ist auch hier der Gesundheitsschutz für unsere Sportlerinnen und Sportler“, erklärt der BLSV, dessen Vereine durch den bayerischen Staat kräftig unterstützt werden. 

Vereinspauschale wird verdoppelt

Die Vereinspauschale wird in diesem Jahr von 20 auf 40 Millionen Euro verdoppelt. „Wir lassen unsere Vereine in dieser Ausnahmesituation nicht allein. Mit der Verdopplung der Vereinspauschale kommt die Hilfe flächendeckend und schnell dort an, wo sie gebraucht wird“, sagt Herrmann. Das heißt jeder Verein, der heuer bereits die Vereinspauschale beantragt hat, erhält automatisch das Doppelte, ohne extra einen zusätzlichen Antrag zu stellen. „Das ist ein starkes Signal der Politik an unsere bayerischen Sportvereine. Für die rasche Unterstützung sind wir sehr dankbar“, begrüßt der BLSV-Präsident Jörg Ammon diese Maßnahme. 

Die Vereine und Fachverbände können zudem am Hilfsprogramm des Bayerischen Wirtschaftsministeriums teilnehmen und Unterstützung aus dem Corona-Soforthilfeprogramm in Anspruch nehmen, sofern Schäden im wirtschaftlichen Bereich beziehungsweise Zweckbetrieb infolge der Pandemie entstanden sind. Diese Soforthilfe kann im Internet beantragt werden unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona.

Von Roland Halmel

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