Resümee der Kontrollwoche

Polizei Gauting: Auffällige Radler empfinden oft anders

Fahrradkontrollwoche in Gauting: Trotz schlechtem Wetter gab es eine Reihe an Beanstandungen
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Fahrradkontrollwoche in Gauting: Trotz schlechtem Wetter gab es eine Reihe an Beanstandungen

Gauting - Die Polizeiinspektion Gauting hat vom 3. bis 9. Mai vermehrt Kontrollen des Rad- und Pkw- beziehungsweise Lkw-Verkehrs im Zusammenhang mit der Sicherheit der Radler und Radlerinnen zu unterschiedlichen Tages und Nachtzeiten durchgeführt. 

Ziel der Verkehrssicherheitsaktion war es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Radfahrenden und der Fußgänger zu stärken. Hierbei kam es in erster Linie darauf an, mehr Verständnis füreinander zu wecken, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Witterungsbedingt waren, insbesondere am 5. Mai, dem bundesweiten Kontrolltag, nur wenige Radfahrende im Gautinger Dienstbereich unterwegs. Durch vier Beamte der Inspektion konnten, trotz zeitweiligem Starkregen, 64 Verkehrsteilnehmer kontrolliert werden. Von 41 Radfahrenden waren sechs verbotswidrig auf dem Gehweg unterwegs und bei zweien musste der technische Zustand (z.B. Klingel, Beleuchtung, etc.) ihrer Fahrräder bemängelt werden. Von den 23 kontrollierten Pkw-Fahrern hatte einer sein Mobiltelefon während der Fahrt benutzt, einer parkte in zweiter Reihe und einer hatte den Sicherheitsgurt nicht angelegt.

Insgesamt betrachtet gab es viele konstruktive Gespräche mit den Kontrollierten, aber auch bei Passanten, bei denen die Kontrollaktion durchweg positiv ankam.

Das (bundesweite) Ergebnis ist unter https://im.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/bilanz-des-bundesweiten-aktionstags/ einsehbar.

In der Kontrollwoche, die sich mit durchwachsenem Wetter auszeichnete, waren weniger Radfahrende als erwartet unterwegs. Neben den vorgenannten Verstößen wurden an den restlichen Tagen 27 Radler auf dem Gehweg erwischt - zumeist Kinder und Jugendliche, welche den Gehweg nicht mehr benutzen dürfen. Des weiteren fuhren zwei Radler mit Kopfhörern, sechs hatten keine Beleuchtung, einer missachtete das Rotlicht und ein Kind fuhr entgegen der Fahrtrichtung (Einbahnstraße).

Insbesondere die unter 14j-Jhrigen wurden auf die Gefahren, welche durch ihr Fehlverhalten entstehen könnten, hingewiesen. Auch auf das Tragen von Schutzkleidung, insbesondere eines Fahrradhelmes, wurde appelliert. Es wurde auch festgestellt, dass einige sich des vielfach gesteigerten Risikos schwerer Verletzungen schlichtweg nicht bewusst waren.

An sich waren allen Kontrollierten, egal ob motorisiert oder nicht motorisiert, die Verhaltensregeln im Straßenverkehr sehr wohl bekannt, so dass nicht von Unkenntnis gesprochen werden kann. Vielmehr ist das individuelle Empfinden für das eigene Verhalten, insbesondere das Fehlverhalten und das darin enthaltene Konfliktpotential, vielfach unterschätzt oder ausgeblendet. Bei den Kontrollen wurde auch festgestellt, dass die Hemmschwelle sich über die Verkehrsregeln hinwegzusetzen bei Radfahrenden um einiges geringer ist, als bei allen anderen Verkehrsarten des Fließverkehrs.

Die vorgenannten Feststellungen offenbaren, dass Kontrollen dieser Art ein notwendiger und wichtiger Baustein der Verkehrssicherheitsarbeit sind. Unsere Erfahrungen bestätigen zudem, dass nur eine stetige Sensibilisierung rund um das Thema Fahrradverkehr zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Minimierung der Unfallrisiken und Unfallfolgen führen kann. Wir werden daher auch künftig hier ein entsprechendes Augenmerk darauf haben.

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