Schmierereien in den Herrsching, Seefeld, Inning und Gilching

Polizei gelingt Schlag gegen fünf mutmaßliche Graffiti-Sprayer

Buss beschmiert Herrsching ÖPNV
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Der Linienbus ist am 10. November 2020 beischmiert worden. Ob es eine „Gaudi“, wie auf dem Bus zu lesen ist, für die Beteiligten wird, dürfte eher zu bezweifeln sein
  • vonOliver Puls
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Herrsching - Sie besprühten unter anderem öffentliche Gebäude, Bushaltestellen, privates Eigentum, Fahrzeuganhänger sowie ÖPNV-Busse. Hierbei richteten die Täter Sachschäden im fünfstelligen Bereich an, auf denen am Ende die Geschädigten sitzen blieben. In enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft München II und den Polizeidienststellen Germering und Herrsching konnte einer vermutlich fünfköpfigen Graffiti-Gruppe nach umfangreichen Ermittlungen nun hoffentlich das Handwerk gelegt werden.

Bereits seit Ende 2019 beschäftigte eine Serie von Sachbeschädigungsdelikten in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg die Polizeidienststellen in Germering und Herrsching. Eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie mehrere Fahrzeuge wurden mit Graffitis durch die Täter beschmiert. Allein durch die Reinigungskosten entstand hierbei ein Sachschaden von über 65.000 Euro. So gehen mutmaßlich unter anderem die Schmierereien an zwei Linienbussen des ÖPNV und die großflächige Besprühung des S-Bahnhofes Gilching-Argelsried auf das Konto der Graffiti-Gruppe. Die Polizei Herrsching berichtete bereits im November vergangenen Jahres von den Sachbeschädigungen, bei denen die Busse unter anderem mit den Schriftzügen „Gaudi“ sowie „Gute Laune“, großflächig über die gesamten Fahrzeugseiten beschmiert wurden.

Aufgrund umfangreicher Spurensicherungsarbeit und intensiver Ermittlungen der spezialisierten Graffitisachbearbeiter verdichtete sich der Verdacht gegen insgesamt fünf junge Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren aus den Landkreisen Starnberg sowie Fürstenfeldbruck.

In den frühen Morgenstunden des heutigen Freitags (29. Januar) wurden daraufhin durch die Polizei die Wohnanwesen aller fünf Tatverdächtigen mit entsprechenden Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts München durchsucht. Hierbei fielen den eingesetzten Polizeikräften etliche Spraydosen, Sprayer-Utensilien, Notebooks, Blackbooks, Videoaufnahmen, Skizzen, Fotos, Zeichnungen und diverse Speichermedien in die Hände. Möglicherweise können anhand der sichergestellten Beweismittel weitere Taten aufgeklärt und zugeordnet werden.

Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen wieder entlassen. Durch die Polizeiinspektionen Germering und Herrsching werden nun die sichergestellten Asservate ausgewertet werden.

Dass die Beschädigung fremden Eigentums durch Graffiti-Schmierereien kein Kavaliersdelikt darstellt, wird allein anhand des hohen Schadens für die Geschädigten mehr als deutlich. Die heutige Durchsuchungsaktion zeigt, dass diese Taten durch die Staatsanwaltschaft und die Polizei mit Nachdruck verfolgt werden und das Risiko für potenzielle Täter, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden, immer gegeben ist.

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