Polizei soll beraten

Um die Sicherheit der Bürger und Touristen in Wörthsee zu erhöhen, beantragte die SPD/Parteifreie in ihrem Antrag vom 10. Mai eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ab der Seestraße Ecke Dorfstraße bis zum Ortsausgang. Der Bereich um den Badeplatz sei zu sensibel und sehr stark in den Sommermonaten frequentiert, um ihn mit 50 km/h zu durchfahren, findet Gemeinderätin Christine Rose. Ein tieferes Tempolimit würde die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen, nicht nur die der Badegäste beim Überqueren der Straße, um man den See zu gelangen.

Mit Bedenken sieht die Polizei die Einführung einer 30er Zone, da die Geschwindigkeitsbegrenzung für das ganze Jahr gilt und nicht nur während der Sommersaison. Auch wenn die Straße teils kurvenreich verläuft, so können die Fußgänger ausreichend von den Fahrern erkannt werden. Laut Schätzungen fahren die Autofahrer in diesem Bereich nicht mehr als 30 km/h, heißt es seitens der Polizei. Zudem sei durch den Badebetrieb die Geschwindigkeit ohnehin begrenzt. Die Straße birgt keine unvorhersehbaren Gefahrenquelle. Es ereigneten sich keine Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Zudem verläuft in der Dorfstraße ein durchgängiger einseitiger Gehweg. Martina Jursch (CSU) hält eine 30er Zone für überzogen, allein schon wegen der vielen parkenden Fahrzeugen, die zum langsameren Fahren zwingen. Parteikollege Martin Schmötzl könne sich vorstellen im Ortsbereich Steinebach eine 40er Zone einzuführen und die Dorfstraße in eine Vorfahrtsstraße zu ändern. Auch Rudolf Gutjahr (Freie Wähler) befürwortet eine Geschwindigkeitsbegrenzung für das „innerörtliche Stück“ bis maximal zum Urban-Dettmar-Haus an der Dorfstraße 26. Danach verläuft die Straße pfeilgerade. „Wir halten auch nicht an einer Begrenzung während der ganzen Strecke fest“, äußert Rose. Im Bereich des Feuerwehrhauses werde aber gerast, gab Arthur Schnorfeil (SPD/Parteifreie) zu bedenken. „Wenn die Straße zugeparkt ist, kann man nicht mit 50 km/h fahren und schon gar nicht während des Badebetriebes“, ist die Meinung von Bürgermeister Peter Flach. Er schlug vor, die Entscheidung zurück zu stellen und die Einführung einer 40er Zone im Ortsteil Steinebach mit der Polizei abzuklären sowie eine mögliche Vorfahrtsänderung. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, der Polizei und der Verkehrssachbearbeiter soll hierzu ein Konzept erarbeitet werden. Die Räte stimmten dem Vorschlag einstimmig zu.

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