Deutlich zu schnell und technische Mängel:

Polizeipräsidium Oberbayern Nord zieht Bilanz zum bayernweiten Aktionsmonat "Motorradsicherheit 2019"

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Motorradfahren ist meist eine wahre Freude. Doch die Polizei stellt immer wieder ein deutliches Fehlverhalten bei den Bikern und Bikerinnen fest.

Landkreis – Wie angekündigt, haben die Dienststellen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord im Rahmen der für Juli vorgesehenen bayernweiten Kontrollaktion verstärkt motorisierte Zweiradfahrer, insbesondere die Fahrer schwerer Motorräder, kontrolliert. Ziel der Aktion war es, die Fahrer hinsichtlich spezieller Unfallgefahren und der Lärmproblematik zu sensibilisieren.

An den Kontrollen waren insgesamt 167 Polizeibeamtinnen und -beamte beteiligt, die zudem durch konsequente Ahndung unfallträchtiger Verstöße einen Beitrag zur Reduktion schwerer Unfälle beitragen sollten. Die Motorradfahrer wurden im Juli während der regulären Streifentätigkeit, aber auch bei insgesamt 29 stationären Schwerpunktkontrollen in den Fokus genommen. Bei den im Rahmen dieser Kontrollen durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen wurde die Geschwindigkeit von insgesamt 10.742 Kraftfahrzeugen überprüft. In 293 Fällen wurden die Fahrzeugführer, bei denen es sich nicht nur um Motorradfahrer handelte, beanstandet. 1.182 Motorradfahrer wurden während des Monats gezielt angehalten und kontrolliert, wobei 167 Beanstandungen registriert wurden. Die meisten Fehlverhaltensweisen bei Motorradfahrern: Insgesamt 87 Biker waren deutlich zu schnell dran und mussten wegen Geschwindigkeitsverstößen angezeigt oder verwarnt werden. 

Im Aktionszeitraum kam es zu 75 Motorradunfällen

Außerdem wurden 23 Fälle registriert, bei denen technische Mängel aller Art vorlagen, meist bei Beleuchtung, Reifen oder unzulässigen An- und Umbauten. 28 Fahrzeugführer wurden wegen Lärmverstößen zur Verantwortung gezogen, hiervon waren zehn Motorräder an den Auspuffanlagen manipuliert. Sonstige Verstöße: Sieben Fahrzeugführer besaßen keinen Führerschein und erhalten eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Nur sieben der kontrollierten Motorradfahrer trugen keinen oder einen falschen Schutzhelm. Erfreulicherweise waren die meisten Fahrer der schweren Motorräder mit entsprechender Schutzkleidung unterwegs. Wie wichtig das Thema „Motorradsicherheit“ ist, zeigt die Verkehrsunfallstatistik: Im Aktionsmonat Juli ereigneten sich im gesamten Zuständigkeitsbereich des PP Oberbayern Nord 75 Motorradunfälle, hierbei kam eine Person ums Leben und 80 wurden verletzt. Das Präsidium hat im Jahr 2018 eine spezielle Kontrollgruppe ins Leben gerufen, die während der laufenden Motorradsaison weiterhin auf bekannten Strecken regelmäßig kontrollieren und dabei auf unfall- und lärmträchtige Verstöße achten wird.

kb

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