Positive Neuigkeiten

Die Ausstellung in der Alten Villa am Bahnhof stößt auf reges Interesse. Foto: Polster

Sozialer Brennpunkt im Bereich Jugendkriminalität ist die Gemeinde Gilching. Es vergeht fast kein Wochenende, ohne dass die Polizei gerufen wird. „Etwas besser ist es seit Einstellung der Streetworkerin geworden“, lobte Bürgermeister Manfred Walter in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses.

Durchaus positiv war der Rechenschaftsbericht, den Elke Leicht-Krohn dem Gremium vorstellte. Die Streetworkerin wurde vor zwei Jahren auf Antrag von Dieter Moehring (Spd) eingestellt und hat sich mittlerweile laut Bürgermeister Manfred Walter als „gute Investition“ bewährt. „Sie ist erste Anlaufstelle für verhaltensauffällige Jugendliche und hat auch deren Vertrauen“, freut sich Walter. Auch wenn Leicht-Krohn guten Kontakt zum Jugendbeauftragten der Polizeiinspektion Germering pflegt, „verpfeifen würde die niemanden“. Was ihr Klientel auch weiß und schätzt. Datenschutz und Personenschutz ist für die Streetworkerin oberstes Gebot. In einem Gespräch mit dem Kreisboten Starnberg betonte sie, dass immer mehr Jugendliche den Weg zu ihr finden und dass sie oft auch Mittlerin zwischen rivalisierenden Gruppen sei. Sie kümmert sich aber auch dann um „verlorene Kids“, wenn diese schon mal Kontakt mit der Polizei hatten. In einem Fall habe sie es sogar geschafft, dass ein mehrmals auffälliger 16-Jähriger inzwischen eine Ausbildung begonnen hat und bei viel Glück auch dabei bleibt. Gleichwohl sie weitere Unterstützung durch eine zweite Kraft nicht ablehnen würde, versteht sie, dass dies aus finanziellen Gründen momentan nicht möglich ist. Zugute komme ihrer Arbeit jedoch eine enge Zusammenarbeit mit den zwei Mitarbeitern des Jugendhauses an der Weßlinger Straße sowie mit Hans-Gerhard Weide, der mit viel Erfolg den Abenteuerspielplatz betreut und mit der Sozialpädagogin Anja Heuchert von der Gemeinde. „Wir sind wahrscheinlich die einzige Kommune im Landkreis, die eine eigene Streetworkerin hat und vier weitere Sozialpädagogen beschäftigt“, betont Walter. „Ich finde, das ist angemessen. Deshalb verstehe ich auch die Vorwürfe einiger Menschen nicht, die fordern, wir sollten statt in den Straßenbau weiter in die Jugendarbeit investieren.“ Was sich Jugendliche tatsächlich wünschen, ist derzeit in einer Fotoausstellung im Rathaus zu sehen. Wie berichtet, wurde die Ausstellung von Elke Leicht-Krohn in Zusammenarbeit mit zwei Praktikantinnen initiiert und zog bereits in der Alten Villa am Bahnhof, dem Domizil der Streetworkerin, viele Besucher an. „Auch hier ist das Interesse groß“, freut sich Walter. „Bürger, die wegen einem Behördengang zu uns kommen, bleiben regelmäßig stehen und diskutieren auch über die diversen Träume der Jugendlichen.“ Geöffnet ist während der Bürozeiten.

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