Prioritätenliste wird angepasst

Die Westumfahrung von Gilching steht laut Bürgermeister Manfred Walter an oberster Stelle auf der Prioritätenliste . Foto: Polster

In der Gemeinde Gilching stehen wichtige Bauvorhaben auf der Agenda. Doch wie in anderen Kommunen auch, fehlt es am nötigen Kleingeld. Nun soll eine bereits erstellt Prioriätenliste angepasst werden. Wichtigste Projekte sind laut Bürgermeister Manfred Walter die Umgehungsstraße, der Rathaus-Neubau und die Sanierung der Arnoldus-Grundschule.

Aus dem ehemaligen Bauerndorf Gilching ist in relativ kurzer Zeit ein attraktiver Wohn- und Geschäftsstandort geworden. Die rasante Entwicklung hat aber auch negative Folgen: Der Wohnraum wird knapp, Kindergärten und Schulen platzen aus allen Nähten und der Verkehr nimmt täglich zu. „Für mich steht die Westumgehung auch weiterhin ganz oben“, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf Anfrage. Danach kommen der Bau des neuen Rathauses und die Sanierung der Arnoldus-Grundschule. Die Idee, anstelle der aufwändigen Sanierung die Schule neu zu bauen, als Standort war bereits der Festplatz im Gespräch, wurde laut Walter wieder verworfen. „Es lässt sich leider nicht umsetzen. Wenn eine Schule erweitert wird, dann ist es die James-Krüss-Grundschule.“ Bei der Arnoldus-Grundschule werde allerdings überlegt, um Raum für den Unterricht zu gewinnen, die Mittagsbetreuung auszulagern. „Dann hätten wir zwei Klassenzimmer mehr zur Verfügung“, so Walter. Nicht ohne Stolz verweist der Rathauschef auf den Fortschritt in punkto westliche Umgehungsstraße. „Es ist mir sogar gelungen, den Kauf der dafür noch erforderlichen drei Grundstücke unter Dach und Fach zu bringen.“ Wie berichtet, hatte sich der Grundstücksbesitzer unter Bürgermeister Thomas Reich strikt geweigert, Grund für die Umgehungsstraße abzutreten. „Es war nicht leicht und es waren viele Gespräche notwendig. Ich habe mir aber Zeit genommen und es hat sich gelohnt.“ Für spätestens im Frühjahr 2013 rechnet Walter mit dem Planfeststellungsbeschluss. Danach kommen die Archäologen auf den Plan. Walter: „Ich bin überzeugt, dass in den ortsnahen Bereichen zwischen Gilching und Alling etwas gefunden wird.“ Da beim Straßenbau erst die Brücken erstellt werden, in Gilching sind es vier, hofft Walter, dass die Archäologen dort mit ihren Grabungen beginnen und sich dann Stück für Stück weiter arbeiten. Als drittes Projekt, das nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden sollte, ist der Bau des neuen Rathauses. „Es ist alles fertig. Wir könnten sofort beginnen. Doch noch muss die Finanzierung geklärt werden.“ Laut Walter fallen bei den drei Projekten je Kosten im zweistelligen Millionen-Bereich an. Zu all diesen Projekten kommen noch etliche Anforderungen wie der Umbau des Bahnhofsgeländes oder der beantragte Kunstrasen für den TSV. „Wenn es nach uns ginge, würden wir gerne alles verwirklichen. Leider fehlt uns das Geld dazu.“

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