Privatklinik Robert Schindlbeck

Klinik für Diabetespatienten geeignet

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Herrsching – Die Zahlen sprechen für sich: Knapp 1.000 neue Diabetes-Fälle werden laut dem „Neuen Gesundheitsbericht Diabetes“ täglich diagnostiziert. Was viele nicht wissen:

Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen sind nur drei mögliche Folgeerkrankungen. In Kliniken werden jährlich rund zwei Millionen Betroffene behandelt - und aufgrund ihres Diabetes benötigen sie eine fachgerechte Behandlung. Damit die Patienten auch wissen, wo sie eine fachgerechte Behandlung finden, zeichnet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) seit diesem Jahr in einem speziellen Prüfverfahren Kliniken mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ aus. Drei wichtige Grundvoraussetzungen für eine bessere Versorgung sind ein diabetologisch versierter Arzt im Haus, speziell auf die Krankheit geschulte Pflegekräfte und eine Gewährleistung, dass die Blutzuckerwerte bei jedem Patienten geprüft werden. Das und mehr erfüllt die Privatklinik Robert Schindlbeck und erhielt vergangene Woche als deutschlandweit 24. Klinik von Susanne Eberl von der DDG die Urkunde. Man geht von sechs Millionen an Diabetes erkrankten Deutschen aus - das ist ein Drittel mehr als noch vor 15 Jahren. Generell unterscheidet man zwei Erkrankungs-Formen: Die seltene Autoimmun-Erkrankung Typ 1, eine häufig vererbte Störung des Immunsystems. In etwa 90 Prozent der Fällen leiden die Betroffenen an Typ 2, einer „Insulinresistenz“ im Körper. Ursachen dafür können Übergewicht und mangelnde Bewegung sein. Oft bleibt die Krankheit unerkannt, denn sie „tut nicht weh“. So kommen viele Patienten erst aufgrund einer Begleiterkrankung in die Klinik. „Dann kann es aber schon zu spät sein“, weiß der Diabetologie-Leiter der ausgezeichneten Klinik Frank Rüdiger. 20 bis 30 Prozent der stationär behandelten Patienten hätten Diabetes „im Rucksack“, so Eberl. In ihrer Klinik seien es eher mehr, betont Rüdiger. Um dem vorzugreifen, führt die Privatklinik routinemäßig Screenings auf erhöhte Glukosewerte durch. „Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte bestimmt. Damit identifizieren wir nicht nur die Diabetes-Patienten, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist.“ Diese Vorgehensweise kann Leben retten, denn frühzeitige Maßnahmen wie Gewichtsabnahme oder mehr Bewegung führt nachweislich zu einem Rückgang von Diabetes. Auch treten bei einem gut einge-stellten Diabetiker Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen gar nicht erst auf. DDG-Präsident Erhard Siegel bilanziert: „Die Privatklinik Dr. Robert Schindlbeck hat eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz. Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das ist eine Klinik, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nimmt und bestmöglich berücksich-tigt.“ Das Zertifikat muss alle drei Jahre erneuert werden - und sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Rüdiger. Nun wünscht er sich in Sachen Vorsorge im Gesundheitssystem ein Umdenken. „Adipositas“ oder einfach nur „Fettleibigkeit“ sei noch nicht anerkannt und Therapien nicht bezahlt. Die häufige Folge des Übergewichts: Diabetes. mk

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