„Gemeinsam statt einsam“

Probe mit dem Profi: Musiker Konstantin Wecker studierte mit Weßlinger Kindern und Jugendlichen Film-Song ein

Weßling Fim Song
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Musiker Konstantin Wecker probte mit den Kindern und Jugendlichen den Refrain für die Filmmusik von „Gemeinsam statt einsam“.

Weßling - Filmemacherin Ingrun Finke (59) drehte mit Jugendlichen und Kindern den Streifen „Gemeinsam statt einsam“ (wir berichteten). Das Thema hatte auch Musiker Konstantin Wecker in einem seiner jüngsten Kompositionen aufgegriffen – und spontan den Song „Wir alle sind eins“ als Titelsong zur Verfügung gestellt. Unlängst studierte er mit den Nachwuchsschauspieler den Refrain ein.  

Wir haben ein Glück mit dem Wetter“, freute sich Finke, als sie auf der Nachbarwiese vom Kiosk eine Picknickdecke ausbreitete. Elisa drapierte die Kissen und kramte aus ihrer Tasche ein paar Glaskugeln. „Die habe ich immer dabei“, erklärte die Achtjährige. Schließlich sind das keine gewöhnlichen Glaskugeln, sondern verzauberte, die die Protagonisten in Kontakt mit anderen Kindern auf der ganzen Welt bringen können.

Darum geht es nämlich in dem Film: Um die Nähe, trotz Distanz. Im Mittelpunkt steht ein magisches Tagebuch, in das ein Geschwisterpaar seine Träume, Gedanken, Wünsche und Erlebnisse notiert und über eine Glaskugel oder alternativ über Elisas Glaskugeln zu Gleichaltrigen irgendwo auf der Erde transportiert. „Zauberkugeln für meine Konzerte wären schön“, scherzte und sinnierte Wecker gleichzeitig, bevor er mit den neun 8- bis 18-jährigen Jungdarstellern die Liedzeilen diskutierte. Hinter dem Refrain-Auftakt „Anstatt zu siegen – bleib auch mal liegen“ verbirgt sich die Aufforderung, „nicht im dauernden Wettbewerbsstress immer die Besten sein zu wollen“, so Wecker. Denn: „Nur weil du besser läufst, bist Du nicht der bessere Mensch“, sagte er den Youngsters, die daraufhin beherzt „Lass Dich nicht jagen, von all den Gejagten“ anstimmten. Finke fing die Szenen mit der Handkamera ein. Schwanzwedelnd baute sich Filmhund Winni vor Johanna (18) und Sarah (17) auf, die den Gesang mit ihren Geigen begleiteten. Im Laufe der Probe textete Wecker kurzerhand die Liedzeilen im zweiten Refrain von „keiner ist besser – wir alle sind eins!“ in „gemeinsam statt einsam – wir alle sind eins!“ um. Den Liedtext nimmt Florian Volkmann später erneut mit den jungen Choristen in seinem Weßlinger Studio erneut auf. Danach wird die Aufnahme über die Filmaufnahme gelegt – und die Kraft der Gemeinsamkeit bald im Film in Ton und Bild durch die Welt geschickt.

 Michèle Kirner

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