Probephase für dichteres Bus-Netz

Schnell von A nach B per Bus: Der Planegger Verkehrsausschuss billigte zusätzliche Mittel für eine bessere Anbindung des Ortsteils Martinsried an das MVV-Netz. po/Foto: MVV

Das Busnetz in Planegg wird dichter und die Anbindung von Martinsried besser. Der Ausschuss für Umwelt du Verkehr billigte jetzt für die Linie 265 den Anschluss von Martinsried in die Vertaktung, außerdem soll dieser Bus bis nach Pasing-Süd verkehren. Auch dem geforderten „Verstärkerbus“ der Linie 267 zwischen Lochham und Neuried nach der sechsten Schulstunde stimmten die Ausschussmitglieder zu.

Der 265er-Bus, der heute den Pasinger Bahnhof über Gräfelfing mit Planegg verbindet, könnte laut den Münchner Verkehrsbetrieben ab der Haltestelle Lohenstraße im Gewerbegebiet „Lochhamer Schlag“ entlang des Neurieder Wegs über die Würmtalstraße nach Martinsried weitergeführt werden. In Martinsried wird die Linie dann über die Lochhamer- und Fraunhoferstraße in die Ortsmitte geführt. Die Endstation würde sich im Bereich der Fraunhoferstraße auf Höhe der Wertstoffinsel befinden. Dort wird der 265er dann eine Wartezeit von zirka 16 Minuten haben, bevor er wieder in Richtung Pasing fahren wird. Für den vierjährigen Probebetrieb muss eine Station an der Lochhamerstraße sowie ein Endhaltepunkt an der Fraunhoferstraße eingerichtet werden. Nachdem die Nachbarn in Gräfelfing auch Änderungswünsche in der Linienführung für das Gewerbegebiet „Lochhamer Schlag“ haben (dann über die Straße Am Haag mit einer zusätzlichen Haltestelle), werden sich die beiden Gemeinden die Kosten von insgesamt 100.000 Euro teilen. Offen geblieben ist dagegen die Kostenaufteilung für einen zusätzlichen Bus, der zwischen 95.000 und 100.000 Euro teuer ist. Laut Verwaltung könne man davon ausgehen, dass man sich die Kosten mit der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Gräfelfing teilen werde. Für den Probebetrieb, der voraussichtlich bis 2016 laufen wird, gibt Planegg 427.000 Euro aus. Wird der Bus angenommen, beteiligt sich auch der Landkreis an den Kosten. Dass die verbesserte Anbindung Martinsrieds noch nicht zum Fahrplanwechsel im Dezember realisiert werden könne, ist auch für Bürgermeisterin Annemarie Detsch ein Wermutstropfen. „Der MVV hat aber versichert, dass das auch unter dem Jahr geht“, betonte Detsch, die sich von dem Probebetrieb viel verspricht. Unterstützung erfuhr die Rathauschefin von Gerhard Schleburg (CSU), der an ein Wahl- kampfthema erinnerte: „Wir sind hier angetreten, den Individualverkehr zu reduzieren, mit der Busanbindung sind wir auf dem richtigen Weg.“ Zuvor hatte Fritz Haugg (FDP), der sich über jegliche Verbesserung für Martinsried freut, seine Befürchtung geäußert, ausgerechnet die Busanbindung würde die verkehrliche Situation eher verschlechtern. Monika Schulz (SPD), stets das Gemeinde- finanzen im Blick, wünschte sich von der Rathauschefin, diese möge doch auf die Landeshauptstadt einwirken, einen höheren Anteil zu übernehmen – wenn vier Haltestellen auf Pasinger Flur eingerichtet werden. Mit einer anderen Kostenaufteilung konnte sich Schulz auch beim Verstärkerbus für die 267er Linie zwischen Lochham und Neuried durchsetzen. Statt der veranschlagten 10.000 Euro für Planegg (Gräfelfing sicherte ebenfalls 10.000 Euro zu) soll die Gemeinde Neuried mit ins Boot geholt, die Kosten von 20.000 Euro dann gedrittelt und in den Planegger Haushalt nur noch 7.000 Euro eingestellt werden. Beiden Planegger Beschlüssen muss nun noch der Kreistag zustimmen, bevor die gewünschten Änderungen vom MVV umgesetzt werden können. Im Zuge der Erneuerung verschiedener Bushaltestelle in Planegg, Steinkirchen und Martinsried, kündigte die Bauverwaltung an, diese in sogenannte Metrobushaltestellen umzubauen. Diese ermöglichen einen nahezu barrierefreien Einstieg.

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