Baubeginn im Sommer 2022 geplant

Projekt in der Weßlinger Schulstraße stößt auf viel Kritik

Weßling Bauprojekt
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Hier sollen zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Weßling - Die anvisierten 24 bezahlbaren Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern in der Schulstraße 17 stießen bei einigen Teilnehmern der Online-Informationsveranstaltung der Gemeinde auf reichlich Kritik. Als zu groß und mit zu vielen Wohneinheiten versehen empfanden einige Anwohner das Projekt, das die Pfarrpfründestiftung mit dem St. Ulrichswerk der Diözese Augsburg plant.

Dirk Angermann lebt seit seiner Kindheit auf einem angrenzenden Grundstück und war enttäuscht. „Ich glaube, ich spreche auch für die anderen Anwohner, wenn ich sage, dass ich den geplanten sozial geförderten Wohnungsbau befürworte. Allerdings nicht in dieser Massivität“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung und plädierte für maximal 18 Wohneinheiten. Wie berichtet, plante der Bauherr erst drei Wohnblöcke. Nach Kritik verzichtete er auf einen Baukörper, „aber nicht auf die Anzahl Wohnungen“, kritisierte Angermann. Bürgermeister Michael Sturm widersprach auf Rückfrage: „Es sind zwei Wohnungen weniger.

“38 bis 100 Quadratmeter groß sollen die Wohnungen werden, berichtete Architekt Oliver E. Wolfinger und rechnete „bei Idealbelegung mit rund 70 Bewohnern“. Ein Anwohner verwies darauf, dass auf den Nachbargrundstücken ausschließlich Einfamilien- und Doppelhäuser stünden und fürchtete mit der Wohnanlage um den dörflichen Charakter. Wolfinger wies darauf hin, dass die Grundstücksgröße von rund 3000 Quadratmetern mehr als die verbauten 956 Quadratmeter Grundfläche zuließe. Sturm sprach sich für eine „Verdichtung innerorts in Maßen aus“ und betonte: „Für uns ist die Größenordnung vertretbar.“

Ein Streitpunkt war auch die angedachte Spielstraße im Norden, auf der die einzigen drei oberirdischen Parkplätze untergebracht wären. Zur Umsetzung müssten die Anlieger ihre Privatstraße abtreten. Karin Schwarz: „Ich sehe ein großes Problem mit den Parkplätzen, die Autos stehen garantiert alle auf der Schulstrasse.“ Und lediglich drei Besucherstellplätze „sind ein Wirtz“. Jörg Bies bezweifelte, dass die Bewohner ihren Besuch auf einen der 30 Parkplätze in der Tiefgarage lotsen würden und kündigte im Chat an: „Mit der Familie Bies wird es keine gemeinsame Zufahrt geben!“ Sturm fand das sehr schade. „Die Lösung wäre schöner und grüner.“ Sollte Bies dabei bleiben, sei diese Variante wohl gestorben.

In einem nächsten Schritt muss der Bauausschuss mit einer Zustimmung den Bebauungsplan auf den Weg bringen. Wolfinger hoffte auf einen Baubeginn im Frühjahr und Fertigstellung im Sommer 2022.

Michèle Kirner

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