Vom Projekt überzeugt

„Das neu konzipierte vierwöchige ganztägige Ferienprogramm 2008 war ein voller Erfolg. Wir waren überwältigt“, so Sabine Hundt vom Jugendhaus an der Würm bei der Vorstellung des Abschlussberichts im Gräfelfinger Rathaus. Um auch die Mitglieder des Kulturausschusses von der positiven Resonanz und der Fortführung des Projekts in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring zu überzeugen, zeigte sie beindruckende Bilder während der Ferienaktion.

Wie groß die Nachfrage an einer ganztägigen Betreuung in den Sommerferien ist, bestätigten die vielen Anmeldungen. „Während der Vorbereitungszeit sind wir von durchschnittlich 20 Kinder pro Woche ausgegangen. 40 war für uns die absolute Obergrenze.“ Allein in der zweiten Woche erschienen 54 Kinder. Insgesamt nahmen 157 Kinder an der Ferienaktion im Jugendhaus an der Würm in Lochham teil. Besonders gefragt waren die ersten beiden Wochen (11. bis 14. und 18. bis 22. August) beziehungsweise die letzten beiden. Die meisten Kinder waren jeweils für eine Woche angemeldet. „Mit über 50 angemeldeten Kindern allein in der zweiten Woche stießen wir an unsere Kapazitäten. 40 Kinder pro Woche ist in Ordnung. Mehr sind nicht zu überschauen“, sagte Elisabeth Huber in der Sitzung, die das Ferienprogramm leitete. Um auch genügend Zeit für die Schüler zu haben, sind ihrer Meinung nach 30 Teilnehmer optimal. Aufgrund der großen Altersunterschiede von bis zu sechs Jahren wäre es auch sinnvoll, im nächsten Jahr verschiedene Angebote für die unterschiedlichen Altersgruppen anbieten zu können. Dies bedarf jedoch einer längeren Vorbereitungszeit und mehr Personal. Erstmals bot das Jugendhaus nach dem traditionellen Abenteuerspielplatz in der ersten Ferienwoche ein weiteres vierwöchiges Programm mit verschiedenen Themen und Highlights an. Unter dem Motto „Komm mit ins Märchenland“ tauchten die Kids ganz in die Märchenwelt ein. In der darauffolgenden Woche stand das Leben der Ritter und der Burgfräulein im Vordergrund. In der nächsten Woche lautete das Motto „Unsere Welt“. Mit dem Rad ging es auf Entdeckungsreise entlang der Würm und ins Walderlebniszentrum Grünwald. In der letzten und vierten Woche drehte sich alles um „Spaß, Spannung und Spiel“. Auf dem Programm stand als krönender Abschluss ein Besuch bei der Polizei und Feuerwehr. Am stärksten wurde die Ferienbetreuung von Sechs- und Siebenjährigen nachgefragt. „Die Teilnehmergebühr von 40 Euro pro Woche ist zu niedrig angesetzt“, betonte Huber, „da allein das Essen pro Kind wesentlich teurer war“. Angemessen sei eine Erhöhung um zwölf Euro. „Mit dem gelieferten Essen von der ‘Naturküche Stoiber’ waren wir sehr zufrieden und ist zu empfehlen“. Aufgrund des knapp kalkulierten Budget von 11.800 Euro musste sehr an Aufwandsentschädigungen gespart werden. Dementsprechend gering fiel das Honorar an die Helfer aus, bedauerte Huber. Auf jeden Fall müssen mehr Kosten für pädagogische Fachkräfte und Helfer eingeplant werden. Diese erhielten gerade einmal zehn Euro pro Tag mit einer Arbeitszeit von neun Stunden. „Dies ist viel zu wenig.“ Auch bei den Spielmaterialien musste gekürzt werden. Spielzeug wie Lego, Bausteine oder auch Brettspiele wurden deshalb nur ausgeliehen. Insgesamt lagen die Ausgaben bei 17.234 Euro, die durch den Zuschuss der Gemeinde (11.800 Euro) und der Teilnehmergebühren (6.232 Euro) gedeckt wurden. „Neben einer höheren Aufwandsentschädigung brauchen wir bei einem Projekt in der Größenordnung mehr pädagogisch geschultes Personal, das auch schon frühzeitig, spätestens nach Ostern akquiriert werden sollte.“ Eine Zusammenarbeit mit Erzieherfachschulen bietet sich an. Es besteht zudem die Möglichkeit, auch über die Praktikumbörse der LMU entsprechendes Personal zu finden. Um weitere Jugendliche für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen der Ferienbetreuung zu gewinnen, soll in den umliegenden Gymnasien und Fachoberschulen nachgefragt werden wie auch bei anderen KJR-Einrichtungen. Auch nächstes Jahr soll diese Ferienbetreuung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren fester Bestandteil unseres Ferienprogramms für Grundschüler in Gräfelfing sein, betonte Bürgermeister Christoph Göbel. Einstimmig beschlossen die Räte einen Zuschuss von maximal 20.000 Euro zu gewähren. Im Gespräch ist auch eine Ferienbetreuung in der 1. Osterwoche anzubieten.

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