Prosecco trinken für guten Zweck

Die Mitgründerin des Würmtal-Tisches Karin Wolf und Leiterin Petra Schaber freuen sich über die Spende von Monika Graef und Ehemann Rudolf (v.l.). Foto: Kuhn

Prosecco trinken für einen guten Zweck. Auf dem diesjährigen Gräfelfinger Straßenfest nahm Graef Immobilien ihr zehnjähriges Firmenjubiläum zum Anlass, Coupons für ein Glas Prosecco gratis zu verteilen. Für jedes verteilte Glas Prosecco spendete das Ehepaar Graef jetzt einen Euro an den Würmtal-Tisch.

189 Gläser wurden ausgegeben und dieser Betrag wurde etwas mehr als verdoppelt auf 400 Euro. Vergangenen Mittwoch überreichten Monika und Rudolf Graef den Scheck an Petra Schaber, Leiterin des Würmtal-Tisches. Das Projekt „Würmtal-Tisch“ des evangelischen Diakonievereins Gräfelfing, Planegg und Krailling liegt der Familie Graef besonders am Herzen. Hier werden Lebensmittel kostenlos an „Menschen mit schmalem Geldbeutel“ weiter gegeben. „Die Bandbreite der Bürger, die zu uns kommen, ist groß“, so Petra Schaber. Familien, Ledige, Rentner. Sie alle sind in einer finanziellen Notlage. Einige erhalten eine Grundsicherung oder Arbeitslosengeld oder haben eine kleine Rente. Ihnen soll geholfen werden. Mit Obst, Gemüse, Backwaren, Milchprodukten, Konserven oder Speck. Der Tisch am Ausgabe-Ort am Gemeindehaus der Waldkirche an der Ruffiniallee 1 in Planegg ist reichlich gedeckt. An manchen Tagen wie heute gibt es sogar jede Menge abgepackte Kräuter, besondere Leckereien, Malkreide für die Kinder und Babynahrung. Dies ist mitunter ein Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfern, die jeden Mittwoch ab 7 Uhr von den Lebensmittelhändlern und Bäckereien die frischen Waren abholen und sie rechtzeitig bis zur Ausgabe am Mittag um 13 Uhr aufstellen. Selbst an ihrem Geburtstag ist die ehrenamtliche Mitarbeiterin Anita Zöttl-von-Lieven vor Ort, um beim Einpacken der Lebensmittel zu helfen. Seit drei Jahren engagiert sie sich für das Projekt. „Selbstbedienung an den Tischen ist nicht erlaubt“, erklärt die IGG-Gemeinderätin Schaber. „Natürlich gilt unser großer Dank auch allen Discountern und Geschäften, die uns ihre Waren überlassen. Wir nehmen alles was wir bekommen.“ Im Schnitt schauen am Mittag zwischen 30 und 50 Personen beim Würmtal-Tisch vorbei. Manche bilden Fahrgemeinschaften. Für einzelne Familien werden auch „Tüten“ gepackt und geliefert. „Sie alle freuen sich sehr über Lebensmittel, die sie sich sonst nicht leisten könnten.“

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