"Wir haben richtig gute Chancen"

100 Prozent: Martina Neubauer ist die grüne Landratskandidatin

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Auch Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze war nach Krailling gekommen, um bei der Wahl von Martina Neubauer dabei zu sein.

Krailling – Die Starnberger Stadt-, Kreis- und Bezirksrätin Martina Neubauer ist jetzt auch offiziell Landratskandidatin der Grünen für die Kommunalwahl 2020. In der Kraillinger Brauerei wählten der Kreisverband die 55-jährige Sozialpädagogin zu ihrer Spitzenkandidatin – und zwar einstimmig.

„Ich glaube, dass ich richtig gute Chancen habe“, sagte die frischgebackene Kandidatin, die Referatsleiterin im Landrats- amt München ist, nach ihrer Wahl. Von den 258 Grünen-Mitgliedern waren 37 Stimmberechtigte nach Krailling gekommen, um die langjährige Starnberger Politikerin auf den Schild zu heben. Es war bislang ein offenes Geheimnis, dass Martina Neubauer Ambitionen hat, für die Grünen das Landratsamt erobern zu wollen. Gleich vier Landtagsabgeordnete wohnten der Aufstellung am Montagabend bei. Neben Anne Franke aus Gauting war Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende im Landtag, sowie Gabriele Triebel aus Kaufering und Hans Urban aus dem Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ins Würmtal gekommen, um am Equal Pay Day auch für mehr Frauen in der Politik zu demonstrieren. Neubauer freute sich über das starke Ergebnis. „Wir haben große Ziele und die sind realistisch“, schwor sie die Runde für den Wahlkampf ein. Die Grünen seien bereits das zweite Mal zweitstärkste Fraktion im Kreistag, sind bei der Landtagswahl im Landkreis nur knapp hinter der CSU gelandet und haben beim Bürgerentscheid zur Artenvielfalt das Fünfseenland auf einen Spitzenplatz katapultiert. „Wir sind authentisch, leisten eine engagierte Arbeit und haben hier im Landkreis vor allem schon viel erreicht“, betonte Neubauer. „Die Grünen sind hier fest verwurzelt.“ Ihre Kompromissfähigkeit hat sie in der Vergangenheit im Kreistag immer wieder unter Beweis gestellt, wenn es darum ging, etwas für den Ausbau des ÖPNV, für weitere Fahrradwege oder dem Klimaschutz zu erreichen. Das freilich genüge noch lange nicht, versicherte sie. „Wir brauchen eine spürbare Mobilitätswende, das Erfolgsmodell Windkraft gehört in Bürgerhand, die 10-H-Regelung abgeschafft, einen noch stärkeren ÖPNV und eine(n) Integrationsbeauftragte(n)“, skizzierte sie ihre politischen Ziele. Sie will keine neuen Straßen mehr bauen und auch keine neuen Gewerbegebiete ausweisen. Die Tourismus- und Wirtschaftsförderung gwt soll in allen 14  Kommunen ein innerörtlich nach Flächen suchen, die man entwickeln könnte.

po

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