"Qualifizierter Leiter"

Benjamin Tillig ist neuer Leiter des Starnberger Museums

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Der neue Museumsleiter Benjamin Tillig.

Starnberg – Das Starnberger Museum hat einen neuen Leiter. Sein Name ist Benjamin Tillig. Der 37-jährige setzte sich in einem Feld von insgesamt 90 Bewerberinnen und Bewerbern durch. Auch seine Vorstellung vor den Stadträtinnen und Stadträten hatte überzeugt- der Haupt- und Finanzausschuss hatte seiner Einstellung bei der Stadt Starnberg in nichtöffentlicher Sitzung am 7. Januar zugestimmt.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir mit Herrn Tillig einen sehr qualifizierten Leiter für unser Museum Starnberger See gewinnen konnten. Herr Tillig tritt offiziell am 1. Mai 2019 seine Stelle bei der Stadt Starnberg an, hat aber angeboten, sich bis dahin bereits zwei Tage pro Monat im Museum einzuarbeiten“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Aktuell ist er noch als Leiter der Museumslandschaft Wilhelm-Busch im niedersächsischen Wiedensahl, dem Geburtsort von Wilhem Busch, tätig. Tillig bringt vielfältige und langjährige Erfahrung im Kultur- und Museumsbereich mit. Nach seinem Studium der audiovisuellen Medien in Köln war der gebürtige Leipziger zuerst als Künstler tätig, sein Spezialgebiet waren Installationen. Anschließend arbeitete er als Kurator der städtischen Kunsthalle in Köln, bevor er einige Jahre beim Freundeskreis der Pinakothek der Moderne tätig war. „Das Museum Starnberger See ist der Kulturraum, in dem ich mich wohlfühle, da es im Spannungsfeld zwischen Kultur und Natur steht und man den regionalen Bezug mit allgemeingültigen Themen sehr gut verknüpfen kann“, erläutert Benjamin Tillig seine Beweggründe nach Starnberg zu wechseln. Er möchte an das „hier und jetzt ankoppeln“. „Was hat die Geschichte hier mit der heutigen Zeit zu tun - diese Relevanz möchte ich zeigen“, so Tillig.

Wechselausstellung geplant – Über 8500 Besucher 2018

Benjamin Tillig selbst war 2012 das erste Mal im Starnberger Museum und war von dem echten Schiff, welches dort steht, total begeistert. Er hat einen genauen Plan, wie er das Museum für jeden attraktiv und interessant machen kann.

„Die drei Säulen Erlebbarkeit, Museumspädagogik und die Anbindung an das Hier und Jetzt stehen für mich im Vordergrund meiner Kulturarbeit und ich freue mich, darauf aufbauend Projekte und Ausstellungen im Museum Starnberger See umzusetzen“, erklärte der 37-Jährige. Das Museum soll sich zukünftig auf seine eigenen Werte konzentrieren und mit Wechselausstellungen auch viel Bewegung bringen. Es ist ihm wichtig, alt eingesessenen Starnbergern, Zugereisten sowie Besuchern und Touristen zu zeigen, was die Regionalität des Museums mit dem „Universellen“ zu tun hat. Den „neuen“ Starnbergern möchte er auch mit dem Museum eine neue Identität geben. „Wir starten mit der lokalen Geschichte und präsentieren dann, wie sich diese zur Allgemeingültigkeit entwickeln.“

Meisten Besucher sind über 50 Jahre alt

Die Entwicklung der Besucherzahlen ist als erfreulich zu bezeichnen. Besuchten 2010 rund 6.400 Besucher das Museum, konnten ab 2016 durchwegs Besucherzahlen von über 8.000 Besuchern erzielt werden (2016: 8.331, 2017: 8.628, 2018: 8536). Die Auswertung der Besucherfragebögen hat ergeben, dass die überwiegende Zahl der Besucher aus dem Starnberger Umland und dem Großraum München kommen. Es hat sich auch ein kleines Stammpublikum herausgebildet. Die meisten Besucher sind nach wie vor über 50 Jahre alt. Seit Eröffnung des Museums fanden 36 Sonderausstellungen statt. Zu jeder Ausstellung wurden und werden mehrere Begleitveranstaltungen verschiedenen Formats konzipiert. Ergänzt wird das Veranstaltungsprogramm von Veranstaltungen, die der Freundeskreis Museum Starnberger See entweder finanziert und/oder selbst organisiert hat.

Von aja

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