Rahmenplan bleibt unverbindlich

Gilching – Die Bebauung der Gilchinger Glatze soll nun zügig vorangetrieben werden. In der jüngsten Ratssitzung schaffte Bürgermeister Manfred Walter einen Konsens quer durch alle Fraktionen. Voran gegangen war eine Zusicherung auf Bürgerbeteiligung und dass jederzeit Änderungen des verabschiedeten Rahmenplans möglich sind.

„Es geschieht nichts, was nicht auch der Gemeinderat will und was er nicht absegnet“, versicherte Bürgermeister Manfred Walter in der gut besuchten Ratssitzung. Verzögerungen waren eingetreten, weil bis zuletzt nicht feststand, inwieweit der Architekt das Monopol auf seinen Plan hat und Änderungen möglich sind. Kritisiert worden war unter anderem die „Kasernenartige Bebauung“ entlang des Starnberger Wegs. Dass im kommenden Bauleitverfahren durchaus Änderungswünsche angebracht werden können, erklärte Ulrich Steffen, Anwalt der Gemeinde. „Der Rahmenplan ist und bleibt aus juristischer Sicht unverbindlich“, sagte er. Auf der noch landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen Ortszentrum und Starnberger Weg soll, wie berichtet, Wohnraum für rund 1.500 Menschen und ein Hotel entstehen. Als nächster Schritt ist der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan geplant. Innerhalb des Bauleitplanverfahrens sind dann Änderungswünsche vorzubringen und einzuarbeiten. Zwar zierte sich Architekt Marcus Rommel bei der Vorstellung, seinen Plan gegebenenfalls abzuändern. Doch letztendlich räumte er ein, möglichen Änderungswünschen nicht entgegen zu stehen. Rommel hatte 2005 den städtebaulichen Wettbewerb für die Gilching Glatze gewonnen, jedoch mit der Vorgabe, kein Urheberrecht auf seinen Plan zu haben. Ob er den Zuschlag für die Umsetzung der Bauleitplanung bekommt, muss allerdings erst noch entschieden werden. Eine weitere wichtige Voraussetzung für den Bebauungsplan ist die Zustimmung der rund 40 betroffenen Grundstücksbesitzer. Sie alle unter einen Hut zu bringen ist Aufgabe des Rathauschefs. „Es gibt bereits eine Annäherung“, erklärte Walter. Wollte aber nicht mehr dazu sagen, da das Thema im nicht öffentlichen Teil auf der Tagesordnung stand. Liegt die Zustimmung der Eigner vor, soll umgehend ein Gestaltungsbeirat und ein Qualitätsmanagement gegründet werden. Diese Gremien werden dann über Jahre hinweg den Bebauungsplan begleiten. Innerhalb dieses Verfahrens ist vorgesehen, alle bisher eingegangen Anträge zum Rahmenplan zu behandeln und bei Zustimmung des Gemeinderats in den Plan mit einzuarbeiten. „Das ist ein guter Weg, den wir voll unterstützen können", sagte Michael Rappenglück (SPD). Zumal Walter versicherte, der aktiven Bürgerbeteiligung breiten Raum einzuräumen. „Ich bin froh, dass wir einen Konsens gefunden haben und dass es endlich weiter geht“, sagte er.

Meistgelesen

Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Für das Ehrenamt: Engelsflügel und Urkunde für Leoni Artus
Für das Ehrenamt: Engelsflügel und Urkunde für Leoni Artus

Kommentare