Raiffeisenbank

Diese Fusion kennt nur Gewinner

Landkreis – Alles wird besser: Für die Banken, für die Kunden allemal, und auch die Mitarbeiter profitieren von der geplanten Fusion der drei Raiffeisen- banken Lech-Ammersee, Südöstlicher Starnberger See und Starnberg-Herrsching-Landsberg.

Wie berichtet, haben die Vorstände der drei Geldinstitute dem Verbund bereits zugestimmt. Eine Mitgliederbefragung im kommenden Frühjahr soll dann alles besiegeln, die Fusion selbst könnte dann Mitte 2015 über die Bühne gehen. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Starnberg informierten die Vorstände der drei Genossenschaftsbanken über die Beweggründe, die zu dem Zusammenschluss geführt haben. Vor allem die stetig steigenden Anforderungen aus Brüssel durch die Bankenaufsicht würden „eine extreme Bürokratie“ nach sich ziehen, erklärte Josef Pölt, der Vorstandschef der Raiffeisenbank aus Seeshaupt. Denn sein Haus muss dieselben Regularien erfüllen wie international tätige Großbanken. In dasselbe Horn stieß der Starnberger Bankchef Peter Geuß. „Künftig müssen wir dann nur noch eine Meldung an die Bankenaufsicht schicken“, sagte Geuß. Außerdem schließe man mit der Fusion eine Lücke im Gebiet. Bis auf die Raiffeisenbank Gilching, die weiterhin eigenständig bleibt, orientiere sich die Raiffeisen-Landschaft am möglichen Neuzuschnitt des Bundestagswahlkreises, wie Johann Oberhofer, der Marketing-Chef des Starnberger Geldhauses, erklärte. Kräfte bündeln heißt es vor allem für die beiden kleineren Partner vom Lech beziehungsweise aus Seeshaupt. Bislang konnten sie lediglich Kredite von maximal 4,5 Millionen Euro genehmigen, zusammen mit der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg steigt das Volumen auf 25 Millionen Euro. Weiter halten die drei Geldinstitute künftig 41 Filialen und Geschäftsstellen vor. Neun kommen aus Lech-Ammersee hinzu, sieben Filialen unterhalten die Seefelder zwischen Penzberg und Aufkirchen. Und: Keine der Zweig- stellen soll geschlossen werden, keiner der insgesamt 470 Mitarbeiter wird seinen Job verlieren, erklärten unisono alle drei Vorstände. Die Beschäftigten selbst hätten übrigens mit 94 Prozent bei einer Befragung für die Fusion gestimmt. Zu betriebsinternen Verschiebungen könne es freilich kommen, schränkte Geuß ein, „für unsere Kunden bleiben die Ansprechpartner aber die gleichen“. Langfristig wolle man sogar weiteres Personal einstellen. Für die rund 90.000 Kunden ändert sich erst einmal nichts. Einige bekommen vielleicht neue Kontonummern, da Überschneidungen nicht ausgeschlossen werden können. Und langfristig werden sie von den „gebündelten Synergien“, wie Geuß es formulierte, nur profitieren. Denn alle drei Häuser seien kerngesund und den gleichen genossenschaftlichen Werten verbunden. Unter welchem Namen die drei Häuser in Zukunft firmieren werden, ließ die Runde offen. Vielleicht behalten auch alle ihren bekannten, eingeführten Namen. po

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