Regierung erlässt Planfeststellungsbeschluss für Umfahrung Weßling

Für die Bürger von Weßling rückt die von Vielen gewünschte Verlegung der Staatsstraße 2068 näher und damit die notwendige Entlastung der mit bis zu 20.000 Kraftfahrzeugen pro Tag völlig überlasteten Ortsdurchfahrt. Die Regierung von Oberbayern hat am 15. Februar den Plan des Staatlichen Bauamtes Weilheim für den knapp 3,2 Kilometer langen Neubau der Umfahrung von Weßling genehmigt.

Die Regierung von Oberbayern hat die Stellungnahmen von 26 Behörden, anerkannten Vereinen und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie die etwa 75 privaten Einwendungen geprüft und soweit wie möglich berücksichtigt. Insbesondere der Bund Naturschutz hatte mehrmals seine Bedenken gegenüber dem Straßenbauvorhaben in einem wertvollen Naturraum geltend gemacht. Über Planänderungen und Auflagen im Planfeststellungsbeschluss hat die Regierung Vorkehrungen insbesondere zum Natur- und Landschaftsschutz und zum land- und forstwirtschaftlichen Wegenetz getroffen. So wurden zum Schutz der bedeutsamen Amphibienbestände um Weßling ein Leitsystem mit etwa 50 Durchlässen unter der Straße und ein Ersatzlaichgewässer festgesetzt. Die nicht vermeidbaren Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch Ausgleichsflächen mit einer Gesamtgröße zirka 4,8 Hektar kompensiert. Wegen nicht auszuschließender erhöhter Verkehrsverluste von Hirschkäfern an der Dellinger Höhe musste eine FFH-Ausnahmeentscheidung für das Schutzgebiet FFH-Gebiet „Eichenalleen und Wälder um Meiling und Weßling“ getroffen werden. Die Hirschkäferpopulation soll durch so genannte Brutmeiler gesichert und gefördert werden. Das Vorhaben des Staatlichen Bauamtes Weilheim umfasst den Neubau einer ortsfernen westlichen Umfahrung von Weßling im Zuge der Staatsstraße 2068 mit Anbindung an die bestehende Anschlussstelle Wörthsee der Bundesautobahn A96. Zum Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe der Umfahrung Weßling wird die derzeitige Staatsstraße außerhalb der Ortsdurchfahrt von Weßling zu einer Gemeindeverbindungsstraße und innerorts zur Ortsstraße abgestuft. Die bisherige Staatsstraße 2349 wird bis zur Kapelle Grünsink zu einer Gemeindeverbindungsstraße und westlich davon zu einem öffentlichen Feld- und Waldweg abgestuft und teilweise entsiegelt. Der Planfeststellungsbeschluss ersetzt beziehungsweise enthält alle für dieses Vorhaben erforderlichen Erlaubnisse, Planfeststellungen, Ausnahmen und Befreiungen. Er liegt mit den festgestellten Planunterlagen nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung bei der Gemeinde Weßling vom 2., bis 16. März, und bei den Gemeinden Seefeld und Wörthsee vom 4., bis 18. März, zur Einsicht aus. Der Planfeststellungsbeschluss ist zudem auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern unter www.regierung.oberbayern.bayern.de abrufbar.

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