Für Regionales Kinder-Klima Camp

Die Energiepreisträger des Landkreises Starnberg (v.l.): Gilchings Bürgermeister Manfred Walter mit seinem Bauamtsleiter Max Huber sowie den Architekten Achim Füllemann und Jochen Stopper, Bernhard Martin von der bluMartin GmbH mit Ehefrau Elke und Astrid Kornelius sowie „Gewinner“ Axel Schreiner vom Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil. Foto: Jaksch

Gewinner des Energiepreises 2011 des Landkreises Starnberg ist das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil. Der zweite Preis ging an die bluMartin GmbH aus Weßling, gefolgt von der Gemeinde Gilching. Bereits zum dritten Mal hatte der Landkreis Starnberg den Energiepreis verliehen - mit dem Ziel, Positivbeispiele bekannt zu machen, zur Nachahmung anzuregen und damit die Energiewende im Landkreis voran zu treiben.

Eine Jury - bestehend aus je einem Vertreter jeder Kreistagsfraktion, dem Energiewendeverein sowie dem Regionalmanagement, dem Landratsamt und dem Bürgermeistersprecher - hatte die 19 einreichten Projekte bewertet und schließlich sieben Finalisten vor Ort besucht. Allen Bewerbern bescheinigte Landrat Karl Roth bei der Preisverleihung in der vergangenenWoche im Landratsamt ein „hohes Niveau“. Letztendlich hatte sich die Jury auf das Naturschutz- und Jugendzentrum als Gewinner geeinigt. Die Bildungseinrichtung wurde für ihr „Regionales Kinder-Klima-Camp am Ammersee“ ausgezeichnet, das bisher zwei Mal stattgefunden hat. Rund 50 Kinder aus drei Landkreisen können hier mit Politikern und anderen Entscheidungsträgern über Klimaschutz und Energieversorgung diskutieren - eigene Vorschläge einbringen und dazu noch hautnah erleben, wie wichtig Energie ist. Nachdem den Kindern nur ein bestimmtes Energiekontingent zur Verfügung stand, bedeutete beispielsweise „zu langes Haare fönen“, dass es abends keinen Strom mehr gab. Den mit 2.500 Euro dotierten Energiepreis nahm Zentrumsleiter Axel Schreiner entgegen. Die bluMartin GmbH aus Weßling überzeugte mit einem Passivhaus-Bürogebäude sowie einem innovativen Frischluftsystem. Das Unternehmen hatte ein dezentrales Lüftungssystem entwickelt, das sich auch bestens für Altbauten eignet und bezahlbar ist. Dafür bekam Firmenchef Bernhard Martin den zweiten Preis von Landrat Roth sowie 1.500 Euro überreicht. Als dritter Preisträger wurde die Gemeinde Gilching für ihren neuen Kinderhort geehrt, der in flexibler Modulbauweise (Container-Bauweise) aus Massivholz erbaut wurde und über einen sehr hohen energetischen Standard verfügt. Weitere Finalisten waren der Starnberger Christian Ufer, der eine Anerkennung für den Neubau eines ökologischen Einfamilienhauses bekam sowie die Gemeinde Weßling für die vorbildliche Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Hochstadt mit Bürgersolarkraftwerk, die Zukunftswerkstatt Pöcking für ihr Projekt „Pöcking zeigt Effizienz“ sowie die Gemeinde Herrsching für die energetische Sanierung eines Kinderhortes.

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