Reklame für grüne Wiese

Seit Jahren steht das Gewerbegebiet “Höhenrain Ost” leer. Eine neue Tafel weist jetzt darauf hin, dass hier Grundstücke zu verkaufen sind. Foto: Hauck

Endlich rührt die Gemeinde Berg die Werbetrommel für das leerstehende Gewerbegebiet „Höhenrain Ost”. Seit kurzem steht auf der grünen Wiese ein Reklameschild, das darauf hinweist, dass hier Grundstücke zu haben sind.

Das hat jedoch reichlich gedauert. Schon vor Monaten war im Gemeinderat moniert worden, dass wenigstens ein Schild das Gewerbegebiet bewerben könnte - Autofahrer kommen täglich mehr als genug durch, die es lesen würden. Anfang Juli fragte Werner Streitberger nach, warum immer noch nichts passiert sei.. Von Bürgermeister Rupert Monn war zu hören, dass die Tafel fertig sei und in den nächsten Tagen aufgestellt werde - schlussendlich prangte die Reklame erst drei Wochen später Ende Juli auf der grünen Wiese. Die Gemeinde hat große Schwierigkeiten,Interessenten für das Gewerbegebiet zu finden. Offensichtlich gibt es nicht viel Bedarf. Bis dato konnte keines der seit geraumer Zeit angebotenen Grundstücke mit teils privater, teils gewerblicher Nutzung verkauft werden. Ein Silberstreif am Horizont ist da der „ernsthafte Interessent”, der laut Gemeinde einen Bebauungsplan eingereicht hat für ein Einfamilienhaus mit 91 Quadratmetern Grundfläche. Problem ist allerdings, das eigentlich kein Einzelhaus, sondern nur ein Doppelhaus erlaubt ist. Weil die Gemeinde jedoch eingesehen hat, dass sich bei Einzelhausbebauung die „Verkaufschancen merklich steigern würden”, beschlossen die Räte, den Bebauungsplan dementsprechend zu ändern. Der Bauherr dürfte auch seinen Dachfirst drehen. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den Wünschen der Kaufinteressenten entsprechen werden”, entgegnete Monn den Bedenken von Gemeinderat Peter Haslbeck (CSU), der baurechtlich keinen „Schlingerkurs” fahren wollte. Es sei wichtig, einen Einstieg zu finden. Wenn hier erst ein Baukran stünde, würden sich weitere Käufer finden. Elf Räte sahen das auch so, sechs stimmten dagegen.

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