Über Politik in unruhigen Zeiten

Ministerpräsident Markus Söder spricht beim Neujahrsempfang der Starnberger Kreis-CSU

Volles Haus: Ministerpräsident Markus Söder (Mitte) mit (v.l.)Ute Nicolaisen-März, Ute-Eiling-Hütig, Harald Schwab, Sefan Frey, Stefanie von Winning, Professorin Ursula Männle und Landrat Karl beim CSU-Neujahrsempfang im gut besuchten Pöckinger „Beccult“.
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Volles Haus: Ministerpräsident Markus Söder begrüßt im zum Bersten vollen "Beccult" Landrat Karl Roth.

Pöcking – Den nötigen „Rückenwind“ für die Kommunalwahl erhoffte sich die CSU-Kreisvorsitzende Stefanie von Winning vom diesjährigen Gast des Neujahrsempfangs, keinem geringeren als Ministerpräsident Markus Söder. Und dieser ließ sich im gut gefüllten Pöckinger Bürgerhaus „Beccult“ nicht lange bitten und spannte in seiner illustren Rede den Bogen vom Lokalen hinaus in die weite Welt und wieder zurück.

Zuvor gab einmal mehr Landratskandidat Stefan Frey vor den Parteifreuden seine Visitenkarte ab. Nach seinem sportlichen Auftritt – Frey sprang aus dem Stand auf die Bühne – warnte er vor Thüringer Verhältnissen: Wenn es „Menschen nicht mehr schaffen, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen“, sei bereits viel verloren in diesem Land. Frey ließ keinen Zweifel daran, notfalls sich auch „bis um 5 Uhr in der Früh“ mit möglichen Kontrahenten an einen Tisch zu setzen. „Ein Landrat ist ein Vermittler“, sagte Frey. Und meinte damit die Gemeinde Gilching und Gauting und deren Streit um das Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz. Von Ministerpräsident Söder und der bayerischen Politik wünscht sich Frey eine Kompensation für den Wegzug der Finanzhochschule in Herrsching – unter enger Einbindung der Kommunalpolitiker vor Ort. Und die Albers-Villa in Garatshausen, die dem Freistaat gehört, möchte Frey öffentlich zugänglich machen. Er habe sich bereits im Vorfeld sehr gefreut, „heute einen der bedeutendsten Landkreise der Republik“ besuchen zu dürfen, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Die Entscheidung mit Herrsching sei ihm nicht leicht gefallen, so ein Versuch der Rechtfertigung, „aber es gibt auch schwächere Regionen“, eine Behördenverlagerung könnte dort ein wichtiger Impulsgeber sein. Dem scheidenden Landrat Karl Roth zollte Söder „großen Respekt“ für dessen Amtsführung mit Gespür, und bevor sich der Ministerpräsident den Herausforderungen des neuen Jahrzehnts widmete, attestierte er dem möglichen Nachfolger von Roth, „ich glaube, er wäre ein guter Landrat“. Den zahlreichen Besuchern versprach Söder einmal mehr, es werde keine Zusammenarbeit mit der AfD geben, egal auf welcher Ebene. Verschrieben habe man sich dem Klimaschutz, aber genauso der Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft – und Forschung und Wissenschaft: „Das es uns heute so gut geht, ist kein Zufall, sondern hat auch etwas mit Politik zu tun.“

po

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