Warten auf die Politik

Rückkehr zum Fußball-Spielbetrieb steht in weiter Ferne

Kreisspielleiter Heinz Eckl geht die Gesundheit in der Corona-Krise vor
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Kreisspielleiter Heinz Eckl geht die Gesundheit in der Corona-Krise vor

Landkreis – Ein Ende der zwangsweisen fußballfreien Zeit im Amateur-Bereich ist weiterhin nicht in Sicht. Die Corona-Krise hält alles im Bann. Der Deutsche Fußball-Verband (DFB) beschloss deshalb die Statuten zu lockern, um den Landesverbänden mehr Handlungsspielraum zu geben. Sie können nun die aktuelle Saison bis hinunter zur C-Klasse beliebig lange verlängern.

Selbst der Ausfall der Spielzeit 2020/2021 wäre möglich. Inzwischen macht sich bei Vielen allerdings die Skepsis breit, ob in diesem Jahr überhaupt noch dem Ball hinterher gejagt werden kann. Klar ist, das diese Entscheidung die Politik und nicht die Verbandsoberen treffen. „Wir können nur das umsetzen, was Söder und Co. uns vorgeben“, sagt Kreisspielleiter Heinz Eckl. Solange das öffentliche Leben ruht und die Sportplätze und -hallen geschlossen sind, steht für ihn eine Rückkehr zum Spielbetrieb im Amateurbereich völlig außer Frage. „Erst wenn diese Maßnahmen gelockert werden, können wir weiterreden“, stellt Eckl klar. Geisterspiele, die in der Bundesliga als Notlösung in Betracht gezogen werden, sind für ihn keine Alternative, nicht zuletzt weil es in den unteren Ligen nur schwer umsetzbar ist. Die meisten Plätze sind dort nicht umzäunt und von vielen Seiten zugänglich. Eine Absperrung wäre praktisch nicht machbar und „fern ab jeglicher Realität“, so Eckl. „Von den Geisterspielen halte ich auch nichts. Denn wir spielen ja auch für unsere Zuschauer“, sagt MTV-Berg Coach Wolfgang Krebs. Der Spielleiter will dennoch die Flinte nicht ins Korn werfen. Wie alle beim bayerischen Fußball-Verband hofft er auf eine Fortsetzung des Spielbetrieb, wann auch immer das sein sollte. Im Vordergrund steht dabei die Wahrung der sportlichen Fairness. Über allen steht aber letztlich die Gesundheit und deshalb wäre für Eckl auch ein Saisonabbruch denkbar. „Dann verlieren wir zwar eine Saison, aber dafür sind wir alle noch am Leben“, meint Eckl. In die gleiche Richtung geht auch die Aussage von Stefan Schwartling, dem Chef der Gilchinger Fußballer. „In bin dafür, dass man einen klaren Strich zieht und die Saison beendet. In den nächsten Wochen und Monaten steht der Fußball sowieso ganz weit hinten in der Bedeutung.“

hal

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