Ruhestand

Ab August ist Schluss

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Inning – „Ab August hilft Dir der Toni beim Kochen“, feixte ein Mitarbeiter des Bauhofs in Richtung Monika Sedlmayr. Die schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Der tat mir in der Küch ois umrama.“

Die Stimmung im Inninger Rathaus war gut, als der langjährige Bauhofleiter Anton Sedlmayr mit von der Ehefrau gekochtem Schweinsbraten und Kartoffelsalat in den Ruhestand verabschiedet wurde. Bevor er vor 17 Jahren seine Arbeit als Bauhofleiter aufnahm, war er mehr als 20 Jahre bei der Gemeinde Seefeld angestellt. Die Entscheidung zu wechseln fiel dem gebürtigen Inninger nicht schwer und seit 1998 kümmerte sich der nun 63-Jährige um alles, was der Bauhof so mit sich bringt. Sei es das Personal, die Termine oder die Lagerung von Materialien. Unter seiner Führung waren die Straßen schneefrei, die Grünflächen gemäht oder die Wege am See freigeräumt oder neu gemacht. Auch die Verwaltung des Streusalzes lag in seinen Händen. „Die Arbeit der Leute vom Bauhof sehen die Bürger“, sagte Bürgermeister Walter Bleimaier in seiner Abschiedsrede. „Toni hat dafür gesorgt, dass alles klappt“, fuhr er fort. „Gemeinsam mit einem super Team!“ Dieses Team wird fortan unter Führung von Robert Mayr ihrer Arbeit nachgehen. Der 49 Jahre alte Maurermeister und Fachwirt für Gebäudemanagement bringt seine Erfahrung als Liegenschaftsleiter in einer großen Spedition mit - und kommt in den Genuss, im September in den Neubau an der Inninger Straße einzuziehen. Auf die Rente freut sich Sedlmayr - aber diesen Umzug hätte er doch gerne noch miterlebt. Schließlich war er bei der Planung aktiv beteiligt. Den mit dem Standort einhergehenden Ärger bekam er da naturgemäß ebenso ab. Vorsorglich sprach der Rathauschef gleich eine Einladung zur Einweihungsfeier aus. Offiziell beginnt die Rente für den Gefeierten am 1. August. Langweilig werde ihm da nicht. „Dazu habe ich zu viele Hobbies.“ Fortan wird man den Breitbrunner öfter mal beim Schwammerlsuchen im Wald begegnen oder wenn er seinen historischen Bulldog ausfährt. Und das alles mit dem besten Gewissen: „Ich habe ja einen guten Nachfolger.“ mk

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