Rund 250 Gilchinger besuchen Bürgerversammlung: Verkehr war Hauptthema

Sieben Tunnel und mehr

+
Im vollbesetzten Saal standen Bürgermeister Manfred Walter (links) und Straßenplaner Stefan Lindner Rede und Antwort.

Gilching – Schwerpunktthema auf der Bürgerversammlung in Gilching war die geplante Entlastungsstraße. Baubeginn soll im April sein. Da unter anderem sieben Unterführungen vorgesehen sind, über die die Autos fahren müssen, kam Bürgermeister Manfred Walter auf die Idee, Peter Maffay zur Einweihung einzuladen. Rund 250 Besucher klatschten Beifall.

Seit nunmehr 30 Jahren wird in der Gemeinde Gilching diskutiert, durch welche Maßnahmen das Ortszentrum vom Durchgangsverkehr entlastet werden kann. Anfangs gab es die Idee, eine Entlastungsstraße quer durch Gilching über die Glatze zu bauen. Um die Ortsteile nicht abzuschneiden, waren sieben Brücken geplant. Nun sind es sieben Unterführungen, die Fußgängern und Radfahrern auch künftig ermöglichen, vom Ortszentrum aus unter der künftigen Trasse entlang der Weßlinger Straße ohne Gefahr auf die andere Seite zu kommen. Als Experte war Stefan Lindner vom Ingenieurbüro Wagner in München eingeladen, der den Bürgern Rede und Antwort stand.

Bevor er jedoch zu Wort kam, hielt Manfred Walter im voll besetzten Saal Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Im Schnelldurchlauf stellte er die wichtigsten Projekte und Investitionen aus dem Jahr 2017 vor. Auch Lindner behandelte lediglich die Eckpunkte der geplanten Westumgehung, um den Bürgern Zeit für Fragen zu lassen. Unter anderem führte er aus, wo genau sich die Unterführungen auf der 4,7 Kilometer langen Trasse befinden. Baubeginn ist voraussichtlich am 3. April. Den Start machen acht Bauwerken, sieben Unterführungen plus einer Sichtschutzwand. In Punkto Unterführungen meldete sich eine Rollstuhlfahrerin zu Wort, die auch weiterhin die gegenüberliegenden Spazierwege nutzen möchte. „Lassen sich die Unterführungen mit dem Rollstuhl oder aber auch für ältere Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, bewältigen?“ Die Sorge sei unbegründet, erklärte Lindner. Die Steigung mache höchstens vier bis sechs Prozent aus. Diskussion gab es in der Sache Röchnerknoten bei der Autobahn-Ausfahrt Neugilching. Dort endet auch die Umgehung. Statt dem ursprünglich geplanten Kreisel soll nun eine Licht-Signalanlage den Verkehr regeln. Anwohner der Landsberger Straße befürchten, dass insbesondere während der Bauphase der innerörtliche Verkehr zum Chaos wird. „Ich nehme an, dann gibt es für uns kein Durchkommen mehr“, sagte ein Anwohner. „Der Verkehr wird während dieser Zeit nicht weniger werden, das ist richtig. Wir versuchen aber alles, ihn möglichst optimal zu regeln.“

Fragen gab es noch zum Thema Lärmschutz, dem Rückbau der Römerstraße, der steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats am Dienstag, 5. Dezember, und zum neuen Kulturbahnhof. Im Anschluss an den offiziellen Teil standen Lindner und Walter noch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Die jeweiligen Ortsteilversammlungen finden am 7. März (Neugilching), 13. März (Altdorf) und 22. März in Geisenbrunn statt.

Von Polly Polster

Auch interessant

Meistgelesen

Pioniere für Region gesucht
Pioniere für Region gesucht
Schlafender Kolumbianer bestohlen
Schlafender Kolumbianer bestohlen
Tierhalter von eigener Giftschlange gebissen
Tierhalter von eigener Giftschlange gebissen
"Eine Idealbesetzung"
"Eine Idealbesetzung"

Kommentare