Zu wenig Züge

S-Bahn: Taktverstärker der S8 entfallen

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Zu wenig Züge, darum fallen die "Taktverstärker unter anderem auf der Linie der S8 nach Weßling und Herrsching aus

Landkreis - „Taktverstärker“ heißen bei der S-Bahn jene Züge, die in der Hauptverkehrszeit den Fahrplan auf einen 10-Minuten-Takt verdichten. Bei der Linie S3 und S8 werden sie ab sofort zunächst bis Dezember aus dem Fahrplan genommen. Der Grund: Zu wenig Züge.

„Wir haben in den Sommerferien enorme Anstrengungen unternommen, um wieder mehr Fahrzeuge zur Verfügung zu haben. Leider sind aktuell für den Betrieb in Spitzenzeiten zu wenig Züge einsatzbereit“, sagt Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München. „Mit dem planmäßigen Ausfall der Taktverstärker stellen wir zum einen sicher, dass der Grundtakt zuverlässig gefahren werden kann, zum anderen schaffen wir Verlässlichkeit für die Kunden.“ Bis der Fahrplan vollständig umgestellt ist, informiert der Streckenagent über die Ausfälle. „Wir streben an, auf den betroffenen Linien stark nachgefragte Grundtakt-Züge als Langzüge fahren zu lassen“, so Büttner.

Die Ursachen für die eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit sind vielfältig. So schränken aktuelle Bauarbeiten auf dem Werkstattgelände in Steinhausen das Rangieren von Zügen ein. Dort entsteht u.a. eine neue Abstellanlage, die für die Wartung und Pflege der Fahrzeugflotte dringend notwendig ist. Zudem führen deutlich kürzere Wartungsintervalle bei wichtigen Fahrzeug-Bauteilen in Summe zu häufigeren und längeren Aufenthalten der S-Bahnzüge im Werk. Die dafür erforderlichen neuen Mitarbeiter können erst sukzessive das Werkstatt-Team verstärken. Die S-Bahn München arbeitet mit Hochdruck an Lösungen.

Knappe Fahrzeugverfügbarkeit, zusätzliche Mitarbeiter für Werkstatt

Erschwerend kommt hinzu, dass noch nicht alle Fahrzeuge des Typs ET 420, wie ursprünglich geplant, umgebaut und für den Betrieb einsatzfähig sind. Diese sogenannten Olympia-Züge werden während der Modernisierung der ET 423 benötigt, um die Stärke der Fahrzeugflotte zu halten. Sie müssen unter anderem für die Leit- und Sicherungstechnik der Stammstrecke nachgerüstet werden, damit sie alle Linien bedienen können. „Die Instandsetzung der ET420 gestaltet sich deutlich aufwendiger als ursprünglich angenommen. Wir werden aber bei den Qualitätsstandards keine Abstriche machen“, sagt Büttner. Insgesamt sollen 36 Fahrzeuge des Typs ET 420 durch das gesamte Münchner S-Bahn-Netz rollen können. Sie ergänzen die 238 Züge der Baureihe ET 423, die derzeit ein komplettes Redesign erhalten. „Unser Ziel ist es, die Auswirkungen des Ausfalls der Taktverstärker so gering wie möglich zu halten. Für die Einschränkungen entschuldigen wir uns.“

Die Sonderverkehre zum Oktoberfest, die die S-Bahn im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) fährt, können wie in den vergangenen Jahren angeboten werden.

kb

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