Sammeltaxi

Herrsching sucht Wege für bessere Anbindung der Ortsteile

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Herrsching – Einen neuen Anlauf, die Ortsteile Strittholz, Wartaweil, Widdersberg und Breitbrunn mit dem Bahnhof in Herrsching besser zu verbinden, hat jüngst die Bürgergemeinschaft im Gemeinderat unternommen.

Ähnlich wie in Fürstenfeldbruck oder in der Gemeinde Berg soll ein Anruf-Sammeltaxi (AST) die Funktion eines Ortsbusses über- nehmen. Um bei dem nicht unkomplizierten Verfahren keine Fehler zu machen, soll das Landratsamt die zehn Taxi-Unternehmen in Herrsching anschreiben. Es geht vor allem um Freitag und Samstag und um die Ankunftszeiten 20.55, 21.55, 22.55 und 23.55 Uhr der S-Bahn aus München. Wie Anke Strobl zum Antrag ihrer Fraktion erklärte, werde sie vor allem immer wieder von Jugendlichen angesprochen, die nach dem brutalen Überfall bei der Finanzschule im Mai dieses Jahres sich nicht mehr sicher fühlen auf ihrem Weg nach Hause. Sie wünschen sich einen Nachtbus oder eben ein Anruf-Sammeltaxi. Für die Umsetzung soll sich Herrsching nicht nur mit den Kommunen in Verbindung setzen, in denen seit Jahren erfolgreich ein Sammeltaxi verkehrt. Auch die Möglichkeit, die Fahrten mit den MVV-Tickets zu kombinieren, soll abgeklärt werden. Und: was es die Gemeinde kostet. Denn der Probebetrieb eines Ortsbusses nach Breitbrunn scheiterte genau aus diesem Grund: Zu wenig Fahrgäste, zu teuer im Unterhalt. „Das muss finanziell freilich im Rahmen bleiben“, betonte Anke Strobl. Sie verweist darauf, „dass es andernorts gut läuft“ mit dem Anruf-Sammeltaxen. Bürgermeister Christian Schiller erinnerte daran, dass man vor drei Jahren schon einmal diese Idee aufgegriffen habe, damals sich aber kein Taxiunternehmer bereit erklärte, diese Aufgabe zu übernehmen. Denn das Problem seien weniger die Fahrten selbst, sondern das Bereithalten einer entsprechenden Zentrale im Hintergrund, in der die Anrufe eingehen und an das entsprechende Taxi weitergegeben werden. Das weiß auch Willi Welte (CSU), der am Beispiel der Stadt Fürstenfeldbruck aufzeigte, wie das dort gehandhabt wird: „Die haben eine Zentrale, die rund um die Uhr erreichbar ist und von mehreren 400 Euro-Kräften bedient wird.“ Werner Siegl (Grüne) kann sich vorstellen, das die „Funktion Zentrale über den Taxifahrer selbst läuft, der gerade Bereitschaft hat“. Via Handy, versteht sich. Auch über einen möglichen Fahrpreis wurde in der Sitzung gesprochen. Dieser könnte pauschal für Jugendliche zwei und für Erwachsene vier Euro betragen. Den Rest würde die Gemeinde übernehmen, was freilich erst mit dem potentiellen Betreiber verhandelt werden müsste. „Grundsätzlich wäre das schön, wir brauchen aber die Bereitschaft der Taxler“, fasste Schiller die Stimmung zusammen. Die Runde sah das genau so und stimmte zu. po

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