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Sanierung der Starnberger Kirchplatz-Brunnen wird teuer

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Kirchplatz Starnberg
Die Starnberger Kirchplatzbrunnen müssen umfassend saniert werden. © Andrea Jaksch

Starnberg - Die beiden Kirchplatz-Brunnen entwickeln sich zu einem beträchtlichen Kostenfaktor. Vor elf Jahren für 168.083,05 Euro errichtet (inklusive Technik), waren seit Inbetriebnahme laut Verwaltung zwischen 2012 und 2021 für die Wartung weitere 99.222,47 Euro, für Reparaturarbeiten 47.310,65 Euro (jeweils Bruttobeträge) aufgewandt worden.

Im Bauausschuss sah man sich nun mit der Tatsache konfrontiert, dass für Wellenbrunnen und Wasserwand an der sogenannten Bastion (oberer Brunnen) sowie deren Mauerkronen abermals Instandsetzungskosten fällig werden: Wegen der Verwitterung müssen die Holzelemente der Anlage erneuert werden, da die schadhaften Stellen ein Verletzungsrisiko darstellen – Hintergrund ist der eigentlich positive Umstand, dass das griechische Lokal „Taverna“ (bis zur Sperrung des „Bayerischen Hof“ in dessen Souterrain zu Hause) am oberen Kirchplatzbereich demnächst sein neues Domizil eröffnet und dort auch den Außenbereich gastronomisch nutzen möchte.

Nachdem wegen der zu erneuernden Holzabdeckungen der Bastion bereits 2019 Handlungsbedarf festgestellt worden war, musste die Sanierung des Brunnens „auf Grund der prekären Haushaltslage“ (O-Ton Stadtverwaltung) auf 2022 verschoben werden, doch auch die noch 2021 in den Etat eingestellten Mittel in Höhe von 15.000 Euro waren mittlerweile anderweitig für etwa Dringliches verwendet worden – nämlich „zur Deckung der Kosten für den Wildschweinzaun auf dem Sportgelände Wangen“. Dem Bauausschuss oblag es nun, auch für die sogenannte „Brunnenstube“ Instandsetzungskosten zu genehmigen: Dort hatten laut Verwaltung „Undichtigkeiten und kleinere Leckagen“ dazu geführt, dass die Wand zur darunter liegenden Tiefgarage der Kreissparkasse Wasser zog und Feuchtigkeitsschäden entstanden. Insgesamt mussten somit für die Sanierungsarbeiten an der Brunnenanlage Kirchplatz 35.000 Euro bereitgestellt werden. Der Ausschuss war sich einig, die Arbeiten schnellst-möglich zu beauftragen – nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass dem ersehnten Neuanfang für den „Griechen“ am Kirchplatz damit keine Hindernisse mehr im Weg stehen. Der Stadtrat muss hierfür aller-dings noch den entsprechenden Posten in den aktuellen Haushalt einstellen.

Thomas Lochte

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