Von Sanierung nicht überzeugt

Wenig überzeugend findet die FDP Starnberg das Sanierungskonzept für den Wasserpark. Foto: Jaksch

Wasserpark-Verlagerung: Für die FDP Starnberg ist der massiv sanierungsbedürftige Wasserpark nur zukunftsfähig, wenn er künftig attraktivere Angebote macht. Weil das bei einer Sanierung nicht in dem Umfang möglich ist, sehen die Liberalen nur eine Chance, wenn das Bad komplett neu errichtet wird - am besten auf dem Teil der Schifffahrtswiese, der in Eigentum der Stadt ist.

Mit dem Grundstückstausch könnte man laut FDP zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das neue Bad barrierefrei und zeitgemäß gestalten mit beispielsweise einem Wellness- und Massage-Bereich für Senioren sowie einer Dachterrasse - und gleichzeitig eine sinnvolle Nutzungslösung für die Schifffahrtswiese finden. „Wir können es uns nicht leisten, dieses Areal als Grünfläche zu belassen“, sind sich FDP-Ortsvorsitzender Hans-Peter Tauche und die beiden FDP-Stadträtinnen Iris Ziebart und Heike Barall-Quiring einig. Dies zu behaupten sei unrealistisch und „nicht fair gegenüber dem Bürger“. Aus einem Seehotel - wie ursprünglich einmal auf der Schifffahrtswiese angedacht - wird wohl auch nichts. Die Vorstellung eingeklemmt zwischen Werft und Bahngleise Urlaub zu machen, dürften viele nicht unbedingt anziehend finden. Dringend notwendig wäre dennoch ein weiteres Hotel für die Stadt. Den idealen Standort sehen die Liberalen in dem jetzigen Wasserpark-Areal. „Damit erhalten die Bürger eine wunderbare Promenade vom Bayerischen Yachtclub bis zur Nepomukbrücke mit Zugang zur Cafe-Terrasse des Hotels“, so die Liberalen.Durch ein entsprechendes Parkdeck auf dem Parkplatz vor dem Landratsamt könne man zudem den Ausflugsverkehr aus der Stadt fern halten. Die FDP ist skeptisch, ob der bereits heute defizitäre Wasserpark mit dem bisher vorgestellten Sanierungskonzept, dass nur eine „bescheidene Aufwertung“ vorsieht (Neubau des Saunabereiches) noch „zu retten“ ist. Denn der Sanierung fällt ein Teil des Freigeländes zum Opfer, das heißt, die Strandbadfläche wird kleiner. Ob sich damit die Besucherzahlen steigern lassen, bezweifelt die FDP Starnberg stark. Außerdem sehen die Liberalen keinerlei Chance, die Kosten in den Griff zu bekommen. „Derzeit lässt die Haushaltslage der Stadt nicht einmal eine Sanierung zu“, so Heike Barall-Quiring. Die Sanierung des Bestandes sei mit sechs Millionen Euro angesetzt - acht Millionen Euro müsse man für zusätzliche Aufwertungen investieren - ohne dass das Bad barrierefrei werde. Gerade in den Senioren aber sieht die FDP eine interessante Zielgruppe: „Sie zahlen für ein attraktives Angebot mehr als der reine Schwimmer, der nur seine Bahnen zieht“, sind sie überzeugt. Um das Stadtsäckel nicht zu sehr bei einem Neubau zu belasten, schlagen die Liberalen vor, private Investoren und Betreiber zu suchen. „Schulsport und Familienkarten könnten wir dann stärker wie bisher bezuschussen, damit die Eintrittspreise sozialverträglich bleiben“, so Tauche.

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