Schießstand des Gilchinger Vereins Edelweiß modernisiert

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Gilching – Ist es sinnvoll, dass bereits Kinder im Schützenverein schießen lernen?

Wer sich selbst schon einmal als Sportschütze betätigt hat, weiß, dass wichtigste Voraussetzung Disziplin und Verantwortungsbewusstsein sind. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde wurde deshalb auch der Schießstand des Vereins Edelweiß modernisiert. Es war ein Familienfest, zu dem am Samstag ins Schützenhaus in Gilching nicht nur Omas, Opas und Enkelkinder sowie auch Pfarrer Franz von Lüninck und Bürgermeister Manfred Walter kamen und sich als Sportschützen versuchten. „Neu ist, dass der Schießstand mit elektronischer Messung ausgestattet wurde und somit ein Ergebnis sofort sichtbar ist“, erklärte Ulrich Peters, erster Schützenmeister. Zudem wurde die Möglichkeit geschaffen, mittels Laserstrahl auf Zielscheiben zu schießen sowie den alten Indianern gleich seine Geschicklichkeit mit einem Blasrohr zu testen. „Letzteres trainiert die Lungenfunktion, was für Kinder wie auch für ältere Menschen gut ist. Man braucht nämlich viel Puste, um den Pfeil über eine längere Strecke ins Ziel zu bringen“, sagte Manfred Erb, Betreuer der Blasrohr-Abteilung. Geweiht wurde die modernisierte Schieß-Anlage durch Pfarrer Franz von Lüninck. 

„Schießen ist eigentlich etwas Gewaltsames. Doch hier lernen schon Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen und den Sportgeist zu schulen. Aber auch Achtung vor anderen zu haben“, sagte der Geistliche. Bürgermeister Manfred Walter räumte ein, dass es im Rat einige Kritiker zwecks geleistetem Zuschuss gegeben habe. Aus eigener Erfahrung aber wisse er, dass vorrangig der positive Aspekt zählt. „Hier wird Konzentration und Ausdauer geschult, was in der heutigen Zeit, in der bei vielen Kindern ADHS diagnostiziert wird, ein wichtiger Ansatz ist. Ich wünsche dem Verein viel Nachwuchs, der hier einen Ausgleich zu den virtuellen Onlinespielen findet.“ Derzeit zählt der Schützenverein Edelweiß 140 Mitglieder, davon zwölf Jugendliche. Geschossen wird mit Luftpistole, Luft- und Lasergewehr sowie Blasrohr. Die Modernisierung der Anlage kostete 16.000 Euro plus viel Eigenleistung. Die Gemeinde steuerte 14.000 Euro bei. Wer Lust hat, probeweise mal ins Ziel zu treffen, Training ist jeweils mittwochs ab 18 Uhr. pop

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