Schluss mit "Verhau und Dreck"

Mit einer Unterschriften-Aktion will die CSU Starnberg endlich „Saubere Bahnhöfe in Starnberg“ durchsetzen. „Es muss Schluss sein mit Verhau und Dreck“, so die Forderung der CSU-Fraktion im Stadtrat. Sie hofft, dass möglichst viele Starnberger unterschreiben und man so gemeinsam die Deutsche Bahn dazu bringt, „sich zu bewegen“. Wer die Aktion mit seiner Stimme unterstützen will, kann das noch bis zum 20. September im Internet tun unter www.zukunft-starnberg.de.

Der Zeitpunkt der Unterschriften-Aktion ist nicht zufällig gewählt: Wenn Starnbergs Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger demnächst Gespräche mit der Deutschen Bahn Station & Service AG aufnimmt, soll er als Unterstützung die Unterschriftenlisten der Starnberger sowie einen offenen Brief mit “im Gepäck“ haben, die deutlich auf die Missstände hinweisen und „saubere Bahnsteige – saubere Toiletten – Beseitigung von Verunreinigungen sowie die Reparatur von beschädigten Einrichtungen“ fordern. Graffiti an den Wänden – defekte Türen, die monatelang nicht repariert werden – Müll oder blinde Scheiben sind nur einige der Missstände, wie sie derzeit am Bahnhof Nord herrschen. Auch am „Seebahnhof“ schaut es nicht viel besser aus. Das will die CSU-Stadtratsfraktion nicht mehr länger hinnehmen. „Wir wollen uns nicht weiter schämen müssen“, erklärte CSU-Stadträtin Eva John, die die Aktion ins Leben gerufen hat. Auf typische Bahnhofsviertel könne man verzichten. Weil bisher die Zuständigkeiten „immer hin und her geschoben worden sind“ und auch Reklamationen von Fahrgästen wohl nichts fruchteten, will John mit Rückendeckung der gesamten CSU-Fraktion nun „Gas geben“ und die Bahn dazu bringen, sich „konstruktiv an der Lösung der Probleme vor Ort“ zu beteiligen. Die Zustände um die Bahnhöfe seien nicht mehr vermittelbar. In einem offenen Brief appelliert sie an die Bahn, unverzüglich zu handeln und die Missstände abzustellen. Schließlich würden nicht nur pünktliche Zugverbindungen, sondern auch ein gepflegtes Erscheinungsbild der Bahnhöfe und des Umfeldes zu den Kriterien in der Wahl des Verkehrsmittels zählen. Im Hinblick auf nachhaltige und kundenfreundliche Lösungen müsste deshalb auch die Bahn ein Interesse an den Starnberger Forderungen haben.

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