#bleibtzuhause

Schönes Wetter: Stege an Starnberger- und Ammersee werden gesperrt, Zahl der Infizierten im Landkreis steigt auf 375

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Am Steg1 in Possenhofen sind bei schönem Wetter immer noch Gruppen von Menschen anzutreffen - trotz des Verbots. Jetzt werden die Stege geschlossen.

Landkreis - Das Wetter wird wieder herrlich am Wochenende. Man würde sich gerne einen schönen Tag am See machen - aber es ist verboten! Einige Bürger haben das noch nicht verstanden und deshalb hat die Polizeidirektion Oberbayern Nord für den Landkreis Starnberg für dieses Wochenende verstärkte Kontrollen angemeldet. Es drohen dann Anzeigen und Bußgelder in Höhe von 150 Euro. 

Auch die öffentlichen Stege im Landkreis werden heute im Laufe des Freitags gesperrt. Das bestätigt Landratsamt Pressesprecherin Barbara Beck. "Das ist eben eine Maßnahme, die wir unternehmen, um Verbreitung des Virus verringern. Das Betreten der Stege ist einfach nicht mehr zulässig. Daher haben wir die Gemeinden gebeten, diese Sperrungen vorzunehmen", sagte sie auf Anfrage des Kreisboten. Eine zeitliche Einschränkung konnte Beck nicht nennen, das kommt auf die zukünftigen Aussagen der Bayerischen Staatsregierung an.

Unter anderem betrifft das auch den beliebten Steg1 in Possenhofen. Inhaberin Cathrin Dierks ist aber recht froh darüber und informiert auf Facebook: "Achtung, zur Info: der Steg wird heute im Laufe des Tages von der Stadt München gesperrt! Wir sind froh! Bitte bleibt alle Zuhause!!" Dierks bekam eine Brief vom Rathaus mit der Bitte, zu helfen. "Der Mindestabstand zwischen den Personen wird nicht eingehalten. Wir gehen davon aus, dass sich diese Lage an allen Seen des Landkreises wiederspiegelt. Die Umsetzung der Allgemeinverfügung hat höchste Priorität. In der derzeit stattfindenden Lagebesprechung der FüGK wurde diese Situation vorgebracht und entschieden, zum Schutz der Bevölkerung, alle Stege an den Seen im Landkreis zu sperren. Wir gehen davon aus, dass die Stege vor allen an den Tagen wo das Wetter schön ist weiter von Personen ohne Einhaltung des Mindestabstandes genutzt werden. Der Schutz der Bevölkerung ist leider nicht anders durchsetzbar, da sich zahlreiche Personen nicht an die Allgemeinverfügung halten."

Auch die DLRG bittet darum, zu Hause zu bleiben. Angeblich hätten sich sich Gruppen gebildet, " und zum Stand-Up-Paddling, zum Tauchen, zum Grillen am Ufer oder zum Strandspaziergang verabredet", so Michael Förster von der DLRG-Verbandskommunikation. Die DLRG Bayern sagt: Die aktuelle Lage lässt normalen Sport in Gruppen oder gemütliche Treffen nicht zu. Wir appellieren an die Mitbürger, trotz des verlockendes Wetters wegen der besonderen Lage zuhause zu bleiben. In den letzten Tagen hat Wassersport zum Beispiel von Kite-Surfern außerdem dazu geführt, dass Passanten den Notruf verständigt haben. Dann werden ehrenamtliche Retter womöglich unnötig beansprucht, obwohl sie jetzt an andere Stelle dringender gebraucht würden und sich auch selbst schützen müssen. Die DLRG sagt deshalb: "Runter vom See! Vermeidet jetzt alles, was einen unnötigen Notruf provozieren kann!"

Anzahl der Infizierten gestiegen

Laut Informationen vom Landratsamt sind im Landkreis 375 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Betroffenen steigt immer noch jeden Tag. Deshalb: Genießen Sie das schöne Wetter im Garten, auf dem Balkon oder bei einem Spaziergang. Aber bitte nicht in Gruppen zum Picknicken treffen. Erlaubt sind zwei Personen - mehr nicht. Ansonsten kann es teuer werden. Wer die eigene Wohnung ohne das „Vorliegen triftiger Gründe“ verlässt oder nicht die 1,5 Meter Abstand einhält, muss 150 Euro zahlen.  500 Euro werden fällig, wenn Altenheime, Krankenhäuser oder vollstationäre Pflegeeinrichtungen besucht werden - hier herrscht ein striktes Besuchsverbot.

Verstärkt im Kampf gegen Corona: Zusätzliche Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung für Lungenklinik Gauting 

Als eine der ersten Kliniken hat die Asklepios Lungenfachklinik in Gauting sechs zusätzliche Beatmungsgeräte ausgeliefert bekommen. Gefördert wurden diese bereits durch neue Mittel des Freistaats Bayern. Um den steigenden Bedarf an Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterialien in diesen Zeiten der Knappheit zu decken, hat sich die Lungenklinik einiges einfallen lassen. Mehr dazu hier: https://www.kreisbote.de/lokales/starnberg/corona-zusaetzliche-beatmungsgeraete-schutzausruestung-lungenklinik-gauting-13639110.html

Von Alma Jazbec

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