Schorn als Vorsitzender bestätigt

Der neue Vorstand der Bund Naturschutz-Kreisgruppe Starnberg: (v.l.) Vorsitzender Günter Schorn, Schriftführer Werner Stöckl, Stellvertreter Manfred Lehner, Jutta Kreuzer (Delegierte für Landes- und Bundestagungen), Stellvertreter Michael Stiegler, Constantia Rosendorfer (Delegierte) und Kassier Walter Follner. Foto: Jaksch

Der Bund Naturschutz gibt noch nicht auf: Obwohl seine Klage gegen eine Umfahrung in Weßling vom Verwaltungsgericht abgewiesen worden ist, will die Kreisgruppe Starnberg weiter kämpfen und von einem Rechtsanwalt prüfen lassen, ob eine Berufung möglich ist. Wenn ja, will man einen entsprechenden Antrag stellen. Das beschlossen die Mitglieder der Kreisgruppe Starnberg mehrheitlich auf ihrer Jahresversammlung.

Für den Kreisvorsitzenden Günter Schorn liegen die Gründe für das Scheitern vor Gericht klar auf der Hand: „Ich habe ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens“, erklärte er. Folglich seien die Richter falsch informiert worden. Das müsse richtig gestellt werden. Schließlich zerstöre die geplante Umfahrung ein wertvolles Biotop - bei einer kaum entlastenden Wirkung auf den Verkehr in Weßling. Besonders ärgerte Schorn, dass der Bund Naturschutz immer nur auf Kammmolch und Hirschkäfer reduziert wird. „Wir sind immer die netten Naturschützer, die Frösche über die Straße tragen“, beklagte Schorn die Außenwirkung des Bund Naturschutzes. Er plädierte weiter zu machen und mit den „Gutachtern zu streiten, die Lügen verbreitet haben“. Die 50-seitige Urteilsbegründung ist für Schorn der „Versuch nach zu weisen, wo wir nicht recht haben“. Dabei wolle der Bund Naturschutz nicht „auf Teufel komm raus“ jedes Tier retten, sondern nur den Lebensraum aufzeigen und welche wertvolle Tierarten dort leben. Nicht alle waren mit der von Schorn vorgeschlagenen Vorgehensweise so ohne weiteres einverstanden. Vor allem auch wegen des finanziellen Wagnisses. Schorn schätzte die Kosten auf rund 5.000 Euro, wenn die Berufung zugelassen wird. Hinzu kämen noch die Kosten für das eigentliche Gerichtsverfahren. Einige der Anwesenden sahen keinen Sinn darin „viel Geld rauszuhauen“, wenn man keine Chance auf Erfolg vor Gericht habe. Sich politische Verbündete suchen und mit ihnen gemeinsam dafür kämpfen, dass die Gemeinden auf neue Straßen verzichten, schlug der Weßlinger Ortsverbandsvorsitzende des Bund Naturschutz, Gerhard Sailer, vor. Außerdem forderte er, zeitgleich den öffentlichen Nahverkehr sowie den Ausbau von Fuß- und Fahrradwegen zu fördern. Das sahen auch die anderen Naturschützer so und befürworteten einstimmig seinen Antrag. Positives hatte Günter Schorn über das Engagement der Kreisgruppe im vergangenen Jahr zu berichten. So waren für den Amphibienschutz 462 Helfer-Stunden geleistet worden.Für die Pflege der insgesamt 17,5 Hektar fassenden Biotopflächen waren 772 Stunden aufgebracht worden. Bei der Wahl des neuen Vorstandes wurde der Kreisvorsitzende Günter Schorn in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Michael Stiegler und Manfred Lehner. Als Schriftführer wurde Werner Stöckl gewählt. Kassier ist Walter Follner.

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