Für Schule & Rathaus

Die Gemeinde Herrsching möchte etwas abbekommen vom 1,96 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket II. Ähnlich wie viele weitere Kommunen wird die Ammerseegemeinde deshalb Ende des Monats ebenfalls einen Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm bei der Regierung von Oberbayern stellen. Der Gemeinderat hat jüngst die Schwerpunkte möglicher Investitionen verabschiedet. Ganz oben auf

der Prioritätenliste steht die energetische Sanierung der Christian-Morgenstern-Volksschule samt dem Hausmeisterhaus. Die Kosten hierfür beziffert die Verwaltung auf etwa 623.000 Euro. Die Bundesregierung hat genaue Förderrichtlinien erlassen, unter „Kommunale Bildung“ ist die Sanierung von öffentlichen Schulen und Weiterbildungseinrichtungen zu finden. Wir Bürgermeister Christian Schiller dem Gemeinderat erklärte, handle es sich um ein „sehr, sehr sportliches“ Vorhaben. Die Entscheidung über eine Aufnahme Herrschings in das Konjunkturprogramm werde wohl im Juni fallen. „Dann haben wir 14 Monate Zeit für die Bauarbeiten, Ende 2011 muss alles fertig sein.“ Wie berichtet, will die Staatsregierung genau diese, wie Schiller es nennt, sportlichen Projekte fördern. Neben Verbesserungen in den Städten und Gemeinden, soll damit vor allem die heimische Wirtschaft unterstützt werden. Das zweite große Sanierungsprojekt, für das Mittel aus dem Konjunkturprogramm fließen sollen, ist das Rathaus. Mit 400.000 Euro das zweitteuerste Vorhaben. Unter Priorität zwei fallen die energetische Sanierung des Kindergartens an der Seestraße (50.000 Euro) und das Kurparkschlösschen (145.000 Euro). Für Diskussionsstoff sorgte die Aufnahme des Rathauses in die Prioritätenliste. Klaus Pittrich (CSU) bezeichnete in Anbetracht der geplanten umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten eine Dachsanierung und neue Fenster als überflüssig: „Wir hauen hier Steuergelder raus für etwas, was wir dann wieder umbauen.“ Ein Rathaus sei ein „repräsentatives Gebäude“ erwiderte Bürgermeister Schiller, eine Aufnahme in das Programm sei somit vollkommen gerechtfertigt. Um die Chancen auf Aufnahme zu erhöhen, entschied der Gemeinderat einstimmig auf die Projekte mit Priorität zwei zu verzichten und nur Mittel für Schule und Rathaus zu beantragen. Übrigens: Für jedes Projekt gibt es ein dreiseitiges Antragsformular, dazu kommen weitere sieben Seiten Anlagen.

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