Schule wird wieder Schmuckstück

Der Putz bröckelt, Risse zeigen sich: die alte Schule von 1894 ist in keinem guten Zustand. Foto: Hauck

Die alte Schule in Aufkirchen muss aufwändig saniert werden. Das 1894 erbaute Gebäude, in dem auch Oskar Maria Graf zur Schule ging, ist in schlechtem Zustand. Gemeindebücherei, Montessori-Kindergarten und Hort sind jetzt hier untergebracht. Seit 2003 beherbergt es auch ein Schulmuseum, das wegen Brandschutzauflagen derzeit aber gesperrt ist.

„Wir müssen richtig viel Geld in die Hand nehmen“, sagte Bürgermeister Rupert Monn im Gemeinderat. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Gemeinde sich vorgenommen hat, jedes Jahr eines eigenen Gebäude zu sanieren. Das sahen auch die Räte so: unisono stimmten sie dafür, die seit 1978 unter Denkmalschutz stehende Schule zu sanieren. „Es wird wieder das Schmuckstück von Aufkirchen“, meinte Monn. Renoviert werden soll hauptsächlich von außen. Damit beauftragt ist Architekt Wolfgang Adldinger, der für die Grünen auch im Gemeinderat sitzt. Er hatte eine lange Liste mit Schäden aufgenommen: die Faßade bröckelt, das Fachwerk schaut schlecht aus, die Fenster sind verfault, Risse sind im Gebäude, der Keller ist feucht. Im Spitzboden zupften Tiere die Dämmung weg und bauten sich daraus Nester. Die letzte Sanierung erfolgte 1992 beim Ausbau des Horts. Wenigstens ist der Dachstuhl in Ordnung. Weil das Haus aber unter Denkmalschutz steht, ist nur eine so genannte Bauteilsanierung möglich. Das heißt, das keine der heute üblichen Dämmplatten auf die Faßade aufgebracht werden können. Adldinger zeigte sich aber überzeugt, mit neuen Fenstern, Dämmung des Speicherbodens und der Kellerdecke den Energiewert zu verbessern. Im Zuge der Renovierung darf sich der Montessori-Kindergarten auf eigene Kosten einen brandschutzgenehmigten Container als Lagerraum auf dem Speicher bauen. Der Keller soll so trockengelegt werden, dass man ihn einer Nutzung zuführen kann, beispielseise als Bandübungsraum oder wenigstens als Lagerraum. Beginnen sollen die Bauarbeiten am 1. August, weil bis dahin noch der geschützte Mauersegler unterm Dach brütet. Trotz des engen zeitlichen Rahmens soll es noch in diesem Jahr fertig werden.

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