Schulhaus Weßling

"Wo ein Wille, da auch ein Weg"

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Weßling – Der Beschluss, dass direkt an Weßlings Sportplatz eine zentrale Grundschule entstehen soll, gibt es bereits. Wann das passieren wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben, denn der sofortige Bau scheitert wie so oft am lieben Geld.

Gemeinderat Roland von Rebay möchte das so nicht stehen lassen und fordert, das Gebäude zeitnah zu realisieren – und wenn der CSU-Mann sich etwas in den Kopf setzt, dann lässt er sich davon auch nicht so leicht abbringen. Das bewies er jüngst mit Umgehungsstraße, an die einst „keiner mehr glaubte“. Rebay reaktivierte den Verein „Verkehrsberuhigung Weßling“ und holte die Bürger mit ins Boot. Und genau diesem Prinzip folgt der Weßlinger auch jetzt. „Schon damals hieß es: Wir können das nicht finanzieren“, erinnert sich der Gemeinderat. „Wo aber ein Wille ist, ist ein Weg“. Und mit diesem Willen wandte er sich in einer Mail an die Weßlinger, die Schule eben zeitnah nach dem Prinzip eines modernen Lernhauses zu bauen. „Ich möchte möglichst viele von Ihnen, von Euch anregen, sich dieser großen Herausforderung erneut anzunehmen“, schrieb Rebay und freute sich über die positive Resonanz: von der Schulhausgruppe, die diesbezüglich schon einige gute Ideen zusammengetragen hat, sowie Eltern, Großeltern und auch der ehemalige Schulleiter Anton Appel, die allesamt signalisierten, das Projekt „Neue Schule“ gemeinsam anzuschieben. Rebay schwebt dabei ein Lerngebäude vor, in dem individuell auf die Stärken und Schwächen der Schüler eingegangen werden kann. „Die Kinder sollen Spaß am Lernen haben“, fordert der vierfache Vater. Schließlich erfasse jedes Kind ein Thema mit einem anderen Sinn. „Der eine ist eher der visuelle Typ, der andere lernt über Gehörtes und noch ein anderer begreift die Thematik beim Malen oder basteln.“ Ganz abgesehen vom Zeitverlust wegen der Fahrerei zwischen den Schulhäusern, sei eine individuelle Lehrmethode rein architektonisch in den bestehenden Räumlichkeiten in Oberpfaffenhofen und Weßling nur bedingt möglich. „In unserer digitalisierten Arbeitswelt muss der Nachwuchs anders vorbereitet werden, um bestehen zu können.“ Das alles fasst der Weßlinger unter „Chancengleichheit für die Schüler aus allen Ortsteilen Weßling gegenüber Schülern aus anderen Gemeinden“ zusammen. Rektorin Maria Streifinger und ihre Lehrerschaft, da ist er sich sicher, seien offen dafür, dieses moderne Lehrkonzept auch umzusetzen. Das zeigten bereits die futuristischen Schulzimmer im Alten Feuerwehrhaus mit Whiteboards und offenen Räumen. Der Bau des Schulhauses wird jetzt das zentrale Thema des Lokalpolitikers – und der Antrag, dafür 30.000 Euro für die Planung einzustellen, ist ins Rathaus unterwegs. Anfang 2017 werden die Mitstreiter in dieser Angelegenheit zusammensitzen. Kein Geld? „Wo ein Wille ist, ist immer ein Weg.“ mk

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