Schulzweckverband

Feucht und Mängel beim Brandschutz

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Herrsching – Neubau oder Erweiterung: Der Zweckverband für weiterführende Schulen im Landkreis musste über eine entsprechende Machbarkeitsstudie zur bestehenden Turnhalle der Realschule Herrsching beraten.

Favorit des Gremiums wurde die Dreifachturnhalle. Immer mehr beschäftigen sich Kinder und Jugendliche mit der virtuellen Welt. Bewegung im 21. Jahrhundert ist dagegen immer häufiger Fehlanzeige. Umso wichtiger sei das Pflichtfach Sport an den Schulen, bfanden auch die Mitglieder des Schulzweckverbans. Auch die Realschule Herrsching bringt den Kreislauf der Schüler wöchentlich im Sportunterricht in Schwung. Die der Schule angegliederten Turnhallen reichen allerdings nicht für alle 33 Klassen aus und die „Turnhallen anderer Schulen müssen genutzt werden“, so der Verbandsvorsitzende und Gilchinger Bürgermeister Manfred Walter. Anfang des Jahres stellte die Schulleitung den Antrag auf den Neubau einer Dreifachturnhalle und im Februar gab die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie beim Architekturbüro Sommersberger in Auftrag. Dabei ist die für den Umbau (oder Abriss) in Frage kommende Halle noch keine 15 Jahre alt. Sie ist zu klein und entspricht laut Architekturbüro Sommersberger in Sachen Brandschutz längst nicht mehr den bestehenden Bestimmungen. Auch wird die Halle im Sommer „zur Waschküche“ für die Sportler und hat ein Feuchtigkeitsproblem. Eine Sanierung würde erhebliche Kosten verursachen, sprach sich Andrea Sommersberger gegen den Umbau aus. Aber ein Abriss eines nicht einmal 15 Jahre alten Gebäudes? „Hier wurde eindeutig am falschen Platz gespart“, stellte Walter klar und gab zu bedenken, dass im Umkreis die Schülerzahlen kontinuierlich an- steigen und somit der Platzbedarf voraussichtlich weiterhin gegeben sein wird. Für die große Sporthalle muss der Ten-nisverein einen Teil seiner in Erbpacht von der Gemeinde gemietete Fläche abgeben. Mit Übernahme der Kosten für die Verlegung des dritten Tennisplatzes stimmt der Verein zu, so der Herrschinger Bürgermeister Christian Schiller. Ein Abriss des Gebäudes könnte zusätzlich eine Rückzahlung der Fördermittel von circa 360.000 Euro mit sich ziehen. Das alles inklusive, käme der Bau der gewünschten Version auf knapp sieben Millionen. Nach Abzug der möglichen Fördermittel blieben noch rund 2,7 Millionen Euro beim Zweckverband. Ob der Landkreis zulässt, dass sich der Verband über die aktuellen 20 Millionen Euro hinaus verschulden darf, stellt sich die nächsten Wochen heraus. Ansonsten übernehmen die Gemeinden anteilig der Einwohnerzahlen ein entsprechendes Darlehen auf. Die Gefahr einer Kostenexplosion beim Bau schloss Anton Sommersberger aus. Er arbeite mit realen Zahlen und habe Erfahrung im Bau von Turnhallen. Baubeginn wäre im optimalen Fall im Frühjahr 2016, die Dauer gab er mit 13 Monaten an. mk

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