Die Schwarzen zeigen rote Karte

Die rote Karte erteilte die CSU-Fraktion in Gilching der geplanten Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums. Auch Unternehmer meldeten Protest an. Nun soll Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil helfen.

Es klang alles wunderbar. Aldi zieht mit seinem Logistikzentrum in direkte Nachbarschaft zum Gewerbepark Gilching Süd. Die erwartete Gewerbesteuer in Höhe von einer Million Euro teilen sich die Gemeinden Gilching und Gauting. Ja, wäre da nicht der Protest der CSU-Fraktion. „Wir haben sehr ausführlich diskutiert“, sagt Fraktionssprecher Manfred Herz. Letztendlich haben die negativen Punkte überwogen. In einer Presseerklärung führte er unter anderem den „massiven Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet“ im Bereich des Bannwaldes Kreuzlinger Forst an. Im Übrigen befürchtet Herz einen Verkehrskollaps durch den neu hinzukommenden Lkw-Verkehr. Wie berichtet, räumte Michael Klöter täglich rund 200 Lkw-Fahrten ein. Für den Leiter der Filialentwicklung bei Aldi jedoch hinsichtlich der 15.000 Verkehrsbewegungen auf der Staatsstraße 2069 eine verschwindend geringe Mehrbelastung. Herz wiederum durchleuchtete außerdem den wirtschaftlichen Aspekt und das Argument der Arbeitsplätze. Würde man an gleicher Stelle 20 mittelständische Unternehmen ansiedeln, bekämen wir mehr Gewerbesteuer und rund 1.500 neue Arbeitsplätze, sagte Herz. Verärgert reagierte unter anderem auch schon Ultratonik aus Herrsching. Das High-Tech-Unternehmen will sich auf Baustufe II ansiedeln, hat aber mittlerweile seinen Umzug nach Gilching in Frage gestellt. Die Planungsaktivitäten wurden zumindest so lange eingestellt, bis die Aldi-Frage geklärt ist, teilte Ultratonik mit. Da sich der Gemeinderat Gauting pro Aldi aussprach, sind noch in dieser Woche Gespräche unter anderem mit Gautings Bürgermeisterin Brigitte Servatius und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil geplant.

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