Corona sorgt für Einbruch

Schwarzer September: Heimische Hotellerie klagt über leere Betten

Hotelbett weißer Bettbezug Frühstück
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Die heimische Hotellerie musste wegen der Corona-Pandemie im September einen weiteren Rückgang bei den Übernachtungen hinnehmen. Besonders betroffen war die Landeshauptstadt München (Symbolbild).

Region - Das Bayerische Landesamt für Statistik meldet nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus für die 11 625 im September geöffneten Beherbergungsbetriebe im Freistaat 2,8 Millionen Gästeankünfte und 8,4 Millionen Übernachtungen. Die Werte liegen weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats, was in Bezug auf die Gästeankünfte einem Minus von 29,5 Prozent sowie bei Übernachtungen einem Minus von 14,8 Prozent entspricht. Die höchsten Einbußen musste dabei Oberbayern verzeichnen mit einem Minus von 40,6 Prozent, was die Gästeunterkünfte betrifft und einem Minus von 24,3 Prozent bei den Übernachtungen.

Im September findet normalerweise traditionell das größte Volksfest der Welt, das Oktoberfest, in Bayern statt. Die Absage dieser Veranstaltung auf Grund der CoviD-19Pandemie traf insbesondere die ausrichtendende Landeshauptstadt München und damit verbunden den zugehörigen Regierungsbezirk Oberbayern. So lagen die Gästeankünfte in Oberbayern um 40,6 Prozent, die Übernachtungen um 24,3 Prozent unter dem Niveau von September 2019. In den Beherbergungsbetrieben der Stadt München gingen die Gästeankünfte im gleichen Zeitraum um 60,0 Prozent, die Übernachtungen um 55,5 Prozent zurück.

Wie in den Vormonaten, dominierte auch im September der Inlandstourismus überdurchschnittlich (Gästeankünfte: 2,5 Millionen; Übernachtungen: 7,7 Millionen). Die Anreisen von Gästen aus dem Ausland lagen mit -71,0 Prozent, deren Übernachtungen mit -66,2 Prozent weiterhin deutlich unter den Werten, die noch im September letzten Jahres gemeldet wurden. 

Auch im Spätsommer erfreute sich die Unterbringung auf einem Campingplatz großer Beliebtheit. Dies ist die einzige Betriebsart, die im September trotz der gegebenen Umstände ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat sowohl bei den Gästeankünften (+33,8 Prozent), als auch bei den Übernachtungen (+50,7 Prozent) erzielte. Allerdings reichte dies nicht aus, um die von Januar bis September 2020 durch die Corona-Pandemie bedingten Einbußen auszugleichen. Hier lagen die Campingplätze nämlich, genau wie alle anderen Betriebsarten auch, unter den gemeldeten Zahlen des Vorjahres (Gästeankünfte: -21,7 Prozent; Übernachtungen: -10,6 Prozent). Die größten Einbußen unter den ausgewiesenen Betriebsarten mussten sowohl im September, als auch im bisherigen Jahresverlauf die Jugendherbergen und Hütten hinnehmen. 

Insgesamt betrug die Zahl der Gästeankünfte von Januar bis September 2020 rund 17,2 Millionen, was einem Minus von 44,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Übernachtungszahlen lagen mit knapp 50,8 Millionen (-35,5 Prozent) ebenfalls deutlich unter den Werten des Vorjahres. 

Kreisbote

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