Nach jahrelanger Planung endlich Realität

Seeabstieg Berg: Ein Platz zum Verweilen für Einheimische und Touristen

Freuen sich über die Fertigstellung: (v.l.) Landschaftsarchitektin Margarethe Waubke. Altbürgermeister Rupert Monn, Bauleiter Thomas Wilhelm, die stellvertretenden Bürgermeister Elke Link, Andreas Hlavaty sowie Bürgermeister Rupert Steigenberger und Anja Biethahn vom Bauamt Berg.
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Freuen sich über die Fertigstellung: (v.l.) Landschaftsarchitektin Margarethe Waubke. Altbürgermeister Rupert Monn, Bauleiter Thomas Wilhelm, die stellvertretenden Bürgermeister Elke Link, Andreas Hlavaty sowie Bürgermeister Rupert Steigenberger und Anja Biethahn vom Bauamt Berg.

Berg – Der Starnberger See ist um einen idyllischen Platz reicher geworden. Nach jahrelanger Planung und einer Bauzeit von rund drei Monaten konnte am Dienstag der sogenannte Seeabstieg eröffnet werden. Auf dem 70 Meter langen Grundstück neben dem Hotel Schloss Berg ist nun für Bürger und Besucher ein idyllischer Erholungsort entstanden.

Das Gelände, das zur Hälfte der Gemeinde Berg und der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen gehört, ist der perfekte Ort, um sich zu entspannen und den schönen Ausblick auf den See zu genießen. „Es ist genauso, wie wir es uns vorgestellt haben“, freut sich Bürgermeister Rupert Steigenberger bei der Eröffnung. Auf dem „Seeabstieg“ spenden große Linden den Besuchern etwas Schatten und zum Ufer hin, gibt es heimische Pflanzenarten zu entdecken. Den Abstieg perfekt machen große Steinquader, auf denen es sich schon am Tag der Eröffnung die ersten Bewunderer gemütlich gemacht haben. Das Grundstück ist nicht als Badegelände gedacht, auch wenn es nicht verboten ist, schwimmen zu gehen, erklärte der Bürgermeister. Aus dem Gelände ist jetzt „ein Platz zum Verweilen“ geworden, wie es Steigenberger nannte - ganz im Gegenteil zu vorher: Die rund 60 Zentimeter dicke Ufermauer aus Beton und ein Metallgeländer hatten einen hafenartigen Eindruck erweckt und hielten bei den Bauarbeiten noch eine unverhoffte Schwierigkeit parat. Denn in der Mauer, die der Uferbefestigung diente, war eine Metallspundwand verbaut. Trotz der unerwarteten Wendung beliefen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf 180.000 Euro und liegen somit unter der vom Gemeinderat festgelegten Kostenobergrenze von 200.000 Euro.

Vor sechs Jahren den ersten Anlauf unternommen

Der Vorschlag für ein solches Erholungsgebiet kam schon 2014 von der Gruppierung QUH (Quer Unabhängig Heimatverbunden). Erst drei Jahre später nahm sich der Gemeinderat dem Projekt an. Nach mehreren Planungsvarianten und auch einigen Schwierigkeiten ist das Gelände jetzt für alle Besucher freigegeben. „Ich freue mich sehr, dass unsere Bürger und die Gäste unserer Gemeinde dieses Angebot jetzt endlich nutzen können“, sagte Steigenberger am Dienstag. Nach Angaben des Bauleiters Thomas Wilhelm von der Baufirma GaLaBau Gilching wurden insgesamt 52 Jura-Kalksteinquarder aus dem Altmühltal verbaut. Hinzu kamen neben 19 Tonnen Salzburger Findlingen rund 180 Tonnen Granit als Wasserbausteine, die neben der Ufermauer, als Befestigung dienen. Die kniehohen Steine liegen versetzt im Uferbereich und bilden somit eine gute Sitzgelegenheit, um beispielsweise den Sonnenuntergang am Starnberger See zu genießen. Leider konnte das gesamte Gelände nicht rollstuhlgerecht gebaut werden. „Es wäre ein schier unmögliches technisches Bauwerk gewesen“, so Landschaftsarchitektin Margarethe Waubke. Allerdings bieten die obersten Steinquader drei Anfahrtsplätze, „die sehr nah an den Platz kommen“, so die Planerin. Rechtzeitig zum Ferienbeginn in Bayern ist der Starnberger See nun um ein weiteres Highlight reicher.

Lisa Livancic

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