Eigener Hygieneplan für die Seenflotte

Seenschifffahrt im Landkreis ab Pfingsten voll auf Kurs 

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Starnbergs Landrat Stefan Frey (rechts) begrüßte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker an Deck der Starnberger Seenflotte. Dort stellte der Minister das neue Hygiene-und Sicherheitskonzept für die Seenschifffahrt vor, die ab Samstag ihren Betrieb aufnimmt.

Landkreis - „Wenn alles so einfach wäre, wie die Seenschifffahrt, dann hätte ich keine Probleme“, sagte Finanz-und Heimatminister Albert Füracker vor Kurzem zu Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik und Landrat Stefan Frey. In der Tat kann der Minister mit den jüngsten Ergebnissen des staatlichen Unternehmens sehr zufrieden sein. Jährlich über 1,5 Millionen Fahrgäste, ein Rekordergebnis im Jahr 2018, 2019 das Zweitbeste. Wäre alles nach Plan verlaufen, dann wäre die Saison 2020 bereits jetzt schon im vollen Gange. Doch kurz vor dem eigentlichen Start des neuen Schifffahrtsjahres kam es zum Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Dementsprechend blieben die Ausflugsdampfer in ihren Heimathäfen. Nach einem Abflauen der Infektionszahlen und diversen Maßnahmenlockerungen wagt die Bayerische Seenschifffahrt nun einen neuen Startversuch. Ab Samstag, 30. Mai, wird der Betrieb nun auf dem Starnberger See, Ammersee, Königssee und Tegernsee aufgenommen. Wie die Schifffahrt auf den Seen in Zeiten von „Corona“ vonstatten gehen soll, erklärte Füracker bei einem Pressetermin in der Starnberger Werft, wo er auch das neue Hygiene-und Sicherheitskonzept für die Seenflotte vorstellte.

„Für mich ist es wichtig, dass Mitarbeiter und Gäste sorgenfrei sein können“, betonte der Finanz-und Heimatminister bei der Vorstellung des Hygieneplans. Das Schiffspersonal wurde eigens geschult, um die Maßnahmen einwandfrei umsetzen zu können. Füracker bekräftigte, dass das Corona-Sicherheitskonzept „einfachste Sachen“ vorsieht. So wird die Gästeanzahl auf den Schiffen deutlich reduziert. Statt 800 Personen in der Spitze bei den großen Schiffen, werden nur mehr 250 Ausflügler an Bord erlaubt sein. An Land wird es zusätzliche Kassen geben, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Schiffe werden mehrmals täglich gereinigt. Zudem wird das gastronomische Angebot an Bord vorerst ausgesetzt. Zusätzlich wird es auch eigene Ein-und Ausgänge auf den Schiffen geben, um so den Kontakt zwischen den Passagieren so gering wie möglich zu halten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Einhaltung des Mindestabstandes sind ebenfalls Pflicht, sowohl für Mitarbeiter als auch für Gäste.

Wichtiger Beitrag, um aus der Krise zu kommen

Nach Ansicht des bayerischen Finanz- und Heimatministers sei die Belebung der Seenschifffahrt ein wichtiges Signal für den heimischen Tourismus. „Es schreit danach, dass wieder Menschen kommen“, sagte der Minister und betonte zugleich, dass die Regierung „einen Beitrag leisten möchte, um aus der Krise zu kommen“. Für einen reibungslosen Start wünscht sich Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, vor allem besonnene Gäste. „Wir hoffen, dass sich die Leute an die Hygieneregeln halten“.

Eingeschränkter Fahrplan ab Pfingsten

Ab Pfingsten wird auf den Seen allerdings ein eingeschränkter Fahrplan gelten. Auf dem Starnberger See wird eine Rundfahrt mit Start- und Endziel „Starnberg“ angeboten werden. Am Ammersee gibt es jeweils eine Stegen-sowie eine Herrsching-Rundfahrt. „Die Seenschifffahrt ist voll auf Kurs. Ich bin sehr froh, dass wir die schwierige Phase überstanden haben und nach vorne schauen können“, so der Minister und Michael Grießer „fiebert den Start schon entgegen“.

Von Florian Ladurner

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