Der Starnberger Gerd Weger ist der Seerosenorden-Träger 2016

Hohe Auszeichnung für Mr. Fasching

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Auszeichnung für ein Faschings-Urgestein: Perchalla-Ehrenpräsidenrt Robert Weiß (l.) und Perchalla-Präsident Andreas Denk (r.) sowie Laudator Peter Specht (2.v.l.) und die Prinzenpaare gratulieren dem frisch gebackenen Seerosenorden-Träger Gerd Weger (3.v.r.).

Starnberg – Sage und schreibe 44 Jahre hat sich Gerd Weger darum gekümmert, dass am Faschingsdienstag auch in Starnberg „narrisch“ was los ist.

Für die Organisation des Starnberger Faschingstreibens und seine karnevalistische Leistung wurde das Faschings-Urgestein nun am Rosenmontag mit dem höchsten Orden ausgezeichnet, den die Starnberger Faschingssgesellschaft Perchalla zu vergeben hat: Dem Seerosenorden. Damit reiht sich Gerd Weger in die lange Liste illustrer Seerosenträger ein wie Leslie Mandoki, Ilse Aigner, Marianne Sägebrecht oder Ottfried Fischer und Hans Werner Sinn. „Ich fühle mich geehrt unter all den bekannten Namen jetzt auch einen Platz zu erhalten“, dankte Gerd Weger. Er habe sich stets über die Auswahl aller 29 Seerosenordensträger gefreut und das sei auch in diesem Jahr so. Wie Perchalla-Ehrenpräsident Robert Weiß erklärte, habe sich erneut ein „neutrales, unbestechliches und absolut integres Gremium“ für den diesjährigen Preisträger entschieden. Lokale Politprominenz sei nicht in Frage gekommen, weil sie nicht den strengen Auswahlkriterien stand gehalten hätte. Im Stadtrat habe sich auch nach der Wahl nicht viel geändert. Inzwischen spreche man in Starnberg nicht mehr von der Weimarer Republik der Moderne, sondern von „Johnismus“(„mir haben alle zu folgen“) und „Evikratie“ („alle dürfen mitreden, wenn ich es erlaube“). Auch andere mögliche Favoriten wie die Neu-Starnbergerin Helene Fischer, die aufgrund des dann zu erwartenden Männeransturms die Perchalla „atemlos“ gemacht hätte oder der Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, der wegen der jüngsten Fußball-Skandale womöglich den „ethisch-moralischen Ansprüchen nicht genügen könnte, waren in Frage gekommen. Ebenfalls ausgeschieden war der Landkreis-Bürger auf Zeit „Uli Hoeneß“, der Rothenfeld deutschlandweit bekannt gemacht hat. „Ergo konnte es nur Gerd Weger treffen“, so Weiß. Wie der frühere Vize-Bürgermeister Peter Specht in seiner Laudatio anmerkte, sei Gerd Weger nicht nur konkurrenzlos, sondern „alternativlos“ wie „Mutti Merkel“ sagen würde. Ohne den „Chefnarr der letzten 44 Jahre“ hätte der Fasching nie in Starnberg Einzug gehaltem. Er habe durch sein Wirken der schlechten Stimmung in der Stadt „gnadenlos“ den Kampf angesagt. „Ohne Gerd Weger wäre Starnberg noch heute das ganze Jahr über humorlos und verschlafen“, so Specht. Denn in einer Stadt mit stinkendem Stau, einem trostlosen Bahnhof See und blutigen Hahnenkämpfen im Stadtrat gebe es nichts zu lachen. Mit den Worten „Viva Gerd“ dankte Peter Specht dem Fasching-Trendsetter Weger für seine karnevalistische Leistung und hoffte, dass er als Pate und Mentor dem Fasching auch weiterhin treu bleiben wird. Nachdem das Starnberger Faschingstreiben im Vorjahr „von parteipolitischen Aktionen“ gestört worden ist, hatte Gerd Weger die Organisation abgegeben. In seiner Rede er mehr als ein halbes Jahrhundert närrisches Treiben Revue passieren und dankte den früheren Bürgermeistern für ihre Unterstützung – und insbesondere der Perchalla als Botschafter der Stadt in fröhlichem Sinn. Andrea Jaksch

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