Seewinkel bekommt neuen Kiosk

Der Seewinkel erhält ein neues Gesicht. Vor rund 100 Zuhörern verständigte sich der Gemeinderat ohne große Debatten auf den von Architekt Uwe König konzipierten neuen Kiosk sowie auf das separate Gebäude für Toiletten, Duschen und Umkleiden. Darüber hinaus sprach sich das Gremium für eine winterfeste WC-Anlage aus. Alles in allem gibt Herrsching für die beiden Gebäude auf dem beliebten Badegelände etwas mehr als 244.000 Euro aus. Die Arbeiten sollen bis Beginn der Badesaison im Juni 2009 abgeschlossen sein.

Zu Beginn der Sitzung verschaffte Bürgermeister Christian Schiller seinem Ärger über einige „absolut respektlose Mails“ der „Freunde des Seewinkels“ Luft. In einer schriftlichen Stellungnahme teilte Schiller mit, er werde seine „wohlwollende Haltung gegenüber der Führung der ‚Freunde des Seewinkels’ überdenken“. Die Initiative hatte sich im Vorfeld der Sitzung gegen einen Abriss der bestehenden Strandbar ausgesprochen und die Seewinkel-Besucher aufgefordert, möglichst zahlreich im Rathaus zu erscheinen. Was Schiller als „gewissermaßen Respekt einflößende“ Geste bezeichnete. „Es gibt Gemeinderatsmitglieder, die auch zu den ‚Freunden des Seewinkels’ gehören. Auch waren bei allen relevanten Sitzungen Vertreter als Besucher anwesend. Verunglimpfungen des Gemeinderats beziehungsweise dessen Arbeit und Entscheidungen (…) werde ich deshalb nicht akzeptieren“, so Schiller an die Adresse der Zuhörer. Dafür, dass in den vergangenen Jahren mehr als 65 Beschlüsse zur Seewinkelbebauung gefasst und teilweise wieder aufgehoben wurden, und dem großen öffentliche Interesse, passierten Königs Entwurfspläne dann ziemlich rasch das Gremium. Das lag zum einen an einem zuvor gefassten Beschluss, ein Limit von drei Minuten Redezeit und nur einer Wortmeldung pro Gemeinderat und Tagesordnungspunkt festzusetzen. Mit nur einer Stimme Mehrheit konnte sich ein entsprechender Antrag von Stephan Feneberg (CSU) durchsetzen. Zum anderen hatte König in der Oktober-Sitzung vom Gemeinderat detaillierte Aufgaben für seine Ausarbeitung erhalten. Nach einem Baukastensystem hat König die Gebäude geplant, Basis ist dabei der Kiosk, der 16 mal 6,60 Meter misst und eine Größe von 138 Quadratmeter hat. Das Toilettenhäuschen von 96 Quadratmeter (14,50 mal 6,60 Meter) gehört dazu. Diese Grundausstattung kostet rund 193.000 Euro. Darüber hinaus beschloss man, das Toilettengebäude mit zwei Umkleiden und zwei Duschen (30.000 Euro) auszustatten und die Voraussetzung für einen Winterbetrieb der Toilettenanlagen (20.000 Euro) zu schaffen. Letzteres lag vor allem Martin Singer (FBU) am Herzen: „Winterfeste Toiletten machen auf jeden Fall Sinn, schließlich haben wir dort auch im Winter viele Spaziergänger.“ Dagegen ging Christiane Gruber (BGH/FW) mit Schillers harscher Kritik zu den „Freunden des Seewinkels“ nicht minder scharf ins Gericht: „Es ist schade, dass eine Initiative, die sich einbringt, hier mit solchen Worten von Ihnen bedacht wird.“ Mit ihrer Forderung, die Arbeiten zeitlich zu bis Juni zu begrenzen, konnte sich Gruber durchsetzen. Als nächstes wird Architekt König sich an die Werksplanung setzen, damit spätestens im Winter die Ausschreibungen vorgenommen werden können.

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