Rat segnet Mehrkosten ab

Mitten im Getreidefeld wächst derzeit das neue Kinderhaus - die Eröffnung erfolgt Anfang nächsten Jahres. Foto: Polster

Was nützen Betreuungs-Gesetze und moderne Kinder-Einrichtungen, wenn es am Personal mangelt? In der Gemeinde Gilching fehlen allerdings nicht nur Erzieherinnen. Wegen der positiven Baukonjunktur sind auch faire Bau-Preise Mangelware.

„Die Baukonjunktur hat gewaltig angezogen. Die Baufirmen sind ausgelastet. Wir bekommen fast keine Angebote mehr und es wird immer schwieriger, faire Preise zu bekommen“, sagte Bauamtsleiter Max Huber in der jüngsten Ratssitzung in Gilching. Und wenn es Angebote gibt, dann liegen die Preise weit über den vereinbarten Kosten, die für das Kinderhaus am Abenteuerspielplatz eingeplant waren. „Es mussten bereits einige Ausschreibungen aufgehoben und neu gestartet werden, da die Angebotspreise deutlich über den der Kostenberechnung lagen.“ Rund 150.000 Euro Mehrkosten sollte der Rat vergangene Woche absegnen. „Was soll man dagegen sagen?“, ärgerte sich Michael Hauser (CSU) über die Kostenexplosion. „Und was ist, wenn es nochmals teuerer wird?“ Ursprünglich waren für das Projekt 2,4 Millionen Euro Baukosten vorgesehen. Der derzeitige Kostenrahmen liegt nun bei 2,55 Millionen Euro. Neu hinzukommen war der Einbau einer modernen Küche. „Als wir das Kinderhaus geplant haben, stand noch kein Träger fest. Da sind wir davon ausgegangen, dass das Essen über einen Catering-Service geliefert wird“, erklärte Bürgermeister Manfred Walter. Nachdem KinderArt den Zuschlag bekommen hat, musste auch auf deren Konzept Rücksicht genommen werde. Dieses sieht vor, dass täglich zusammen mit den Kindern frisch gekocht wird. Dazu braucht es eine Küche, betonte Walter. Zur allgemeinen Kritik wegen der Kostenmehrung erklärte er, dass der Bau des Kinderhauses nun mal beschlossen wurde. „Wir können den Beschluss nicht aufheben, wenn es keine außergewöhnlichen Gründe dafür gibt.“ Letztendlich stimmte der Gemeinderat den Mehrkosten zu. Beschlossen wurde außerdem, dass die Küche nur für den Eigenbedarf genutzt und dass kein Catering-Service aufgebaut werden darf. Außerdem soll geprüft werden, inwieweit eine nicht genutzte moderne Kücheneinrichtung im Montessori-Kindergarten für das Kinderhaus am Abenteuerspielplatz genutzt werden könnte. „Dadurch könnten Kosteneinsparungen erzielt werden, die noch nicht berücksichtigt wurden“, so Walter. Voraussichtlicher Eröffnungstermin wird Anfang nächsten Jahres sein.

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