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Seit einem Monat bietet der Landkreis Migranten und Geflüchteten eine App zur Orientierung an

Integration mit dem Smartphone

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Alles auf einen Blick: Die Integraet-App gibt umfangreiche Informationen über alle Behörden und Institutionen im Landkreis samt Wegbeschreibung. Auch Deutsch kann man mit ihr lernen.

Landkreis – Es gibt sie auf Farsi, Arabisch, Englisch und Deutsch – die Integreat-App für Migranten und Flüchtlinge. Seit Januar können alle, die ein Smartphone besitzen, sich diesen Service kostenlos herunterladen. Vor allem alle wichtigen Behörden und Beratungsstellen sind in der App aufgelistet, die ebenso die Helferkreise und Behörden selbst entlasten soll.

„Das ist eine gute Sache“, befand Landrat Karl Roth nach der Vorstellung von Sabine Neumann, der Fachbereichsleiterin Asyl im Landratsamt. Der Kreistag verabschiedete im vergangenen Jahr die Einführung einer digitalen Flüchtlings-App, die es bereits in vielen Kommunen und Kreisen gibt, als Hilfe für die Migranten, damit sie sich in ihrem neuen Umfeld besser zurechtfinden. Neben einem Grußwort des Landrats beinhaltet die App alle wichtigen Adressen samt Wegbeschreibung zu allen Institutionen und Behörden im Landkreis. Die App gibt wertvolle Tipps für Beratungsgespräche und mit ihr kann man auch Deutsch lernen. Aufgeführt sind darüber hinaus Familien-, Schwangeren- und Wohnungsberatungsstellen.

„Wir schauen uns die App regelmäßig an und bringen sie auf den neuesten Stand“, sagte Sabine Neumann vor dem Kreisausschuss. Mit „wir“ meint sie sich selbst und ihre Mitarbeiterinnen Stefanie Dümig und Barbara Huber. Seit der Einführung vor einem Monat wurde die App bereits 550 Mal aufgerufen. „Das ist ganz in Ordnung für den Start“, so Neumann.

Um die App herunterladen zu können, braucht es freilich einen entsprechenden Internetanschluss beziehungsweise öffentlich zugängliches W-Lan. FDP-Kreisrat Dr. Oswald Gasser wollte wissen, ob die Unterkünfte alle am Netz hängen. Dezentralen Unterkünfte haben kein W-Lan, die Ausstattung sei auch nicht Aufgabe des Landkreises, so Neumann. In den Containersiedlungen hätten sich die Helferkreise um Anschlüsse gekümmert. Und Albert Luppart (Freie Wähler) verwies die Runde auf die kostenlosen Hotspots an den meisten Rathäusern im Landkreis. An den meisten zentralen Orten im Landkreis käme man problemlos ins Internet, so Luppart. Die App kann unter www.integreat-app.de/lkstarnberg/de/ auch heruntergeladen werden.

Von Oliver Puls

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