Sichtbarkeit von Frauen – auch bei Straßennamen

Nur sieben Straßen in Starnberg sind nach Frauen benannt

Die Starnberger Stadt- und Kreisrätin Martina Neubauer vor einem der wenigen weiblichen Straßennamen.
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Die Starnberger Stadt- und Kreisrätin Martina Neubauer vor einer der wenigen Frauen-Straßennamen.jpg
  • vonOliver Puls
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Starnberg - In Starnberg gibt es über 330 Straßen. Fast ein Drittel tragen den Namen von Personen und Familiennamen. Es gibt Heilige, Malerfürsten, Musiker, Prinzen, Könige und Kaiser. 52 Straßen sind eindeutig nach Männern benannt. Nur sieben Straßen sind eindeutig nach Frauen benannt.

Davon sind fünf aus dem Hochadel, also qua Geburt geehrt worden. Zwei Frauen sind aufgrund eigener Verdienste als Namensgeberinnen ausgewählt worden. Ina Seidel (Schriftstellerin) und Mayda Nehr (geb. Dreher, Stadträtin und Kreisrätin). Das Verhältnis wird sich nicht ändern in naher Zeit, denn auf einer Vorschlagsliste für Straßenneubenennungen, die die Starnberger Stadtverwaltung im letzten Jahr erarbeitet hat, standen drei Frauen und 14 Männer als Namensgeber*innen. Daraufhin haben Annette Kienzle und Kerstin Täubner-Benicke für die grüne Stadtratsfraktion drei Frauen vorgeschlagen und angeregt, dass die Stadtverwaltung für künftige Benennungen eine zumindest ausgewogene Liste vorlegt. Bei den letzten Straßenbenennungen 2020 und 2021 wurden dann vier Männer und eine Frau (Johanna Solf) ausgewählt. „Geht es so weiter, wird das Verhältnis zwischen den Geschlechtern niemals ausgeglichen.“, sagen Martina Neubauer, Kreisrätin und Diana Fährmann-Li, die Ortsvorsitzende der Starnberger Grünen.

Mit der Aktion machen die Grünen in Starnberg zum Weltfrauentag 2021 auf den eklatanten Missstand aufmerksam – und würdigen Frauen, denen Starnberg bereits eine Straße gewidmet hat. „Wir Grünen setzen uns dafür ein, dass noch viel mehr Frauen in Starnbergs Stadtbild sichtbar werden.“ fügt Kerstin Täubner-Benicke an.

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