Signal aus München

Genau das Gegenteil zu den Erwartungen der Bürgerinitiative „Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel“ (BI) sagt ein Brief vom 24. Oktober aus dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren, den die Stadt Starnberg erhalten hat. Wie Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger in einer Pressemitteilung schreibt, „bekräftigt der Bayerische Staatsminister des Inneren, Joachim Herrmann, nämlich erneut, die Dringlichkeit des B 2-Tunnels in der Kreisstadt“.

Für den Starnberger Rathauschef ist das „ein ebenso wichtiges wie wohltuendes Signal aus München“. Wörtlich schreibe der Minister, so Pfaffinger, „dass der Tunnel zu den Projekten mit der höchsten Priorität in Bayern zählt und die Planungen für das Verkehrsprojekt voranschreiten“. „Joachim Herrmann hält unter bestimmten Voraussetzungen sogar den Beginn eines ersten Bauabschnittes im nächsten Jahr für denkbar“, so Pfaffinger. Vollkommen zu recht schreibe der Innenminister in seinem Brief weiter, dass „sich die Stadt Starnberg und der Freistaat gemeinsam für das Großprojekt stark machen müssen“. Wie in der Pressemitteilung weiter angeführt ist, belegen Luftschadstoffmessungen in der Innenstadt erhöhte NO2-Werte, die unmittelbar der hohen Verkehrsbelastung zuzuordnen sind. Mit dem genehmigten Entlastungstunnel könne nach Berechnungen des Ingenieur-Büros Haerter AG aus Zürich das Verkehrsaufkommen in der am stärksten von Schadstoffen belasteten B2-Ortsdurchfahrt (insbesondere der Hauptstraße) um rund die Hälfte gesenkt werden. „Nach Haerter zeigt eine Abschätzung der Schadstoffbelastung entlang dieser Strecke, dass vor allem die NO2-Belastung in Straßennähe gesenkt wird, so dass über einen weiten Bereich Grenzwertüberschreitungen vermindert oder vermieden werden können“. In den weiteren Jahren nach Tunnelöffnung werde eine Abnahme der Schadstoffbelastung erwartet.

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