Der bayerische Corona-Masterplan wird für den Landkreis zum Problem

Söders Vorgaben bringen Gilchinger Corona-Teststation in die Bredouille 

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Derzeit warten noch etliche Landkreisbürger auf ihr Coronatestergebnis. Die Vorgaben der bayerischen Staatsregierung führen zu Engpässen bei der Datenübermittlung. Zudem macht auch noch die digitale Zusendung via WarnApp Probleme.

Landkreis - Seit dem 1. September ist das kommunale Corona-Testzentrum des Landkreises Starnberg in Gilching in Betrieb. Vom Angebot der Testung im Testzentrum haben bis gestern 742 Personen Gebrauch gemacht. Damit die Testergebnisse schneller bei den Bürgern sind, setzt das Landratsamt alle Hebel in Bewegung. Sobald Ergebnisse vorliegen, greifen Mitarbeiter zum Telefon, um die Betroffenen zu informieren.

In kurzer Zeit hat der Landkreis auf dem ehemaligen Festplatz in Gilching ein kommunales Corona-Testzentrum errichtet. 

Insbesondere Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihrer Verpflichtung zur Testung schnellstmöglich nachzukommen. 

Die Terminierung und der Ablauf der Testung in dem „Drive-In“ klappen bisher reibungslos, berichtet das Landratsamt. Für den Landkreis war es nicht leicht ein Labor zu finden, das zur Durchführung der Tests mit den von der Bayerischen Staatsregierung gemachten Vorgaben in der Lage war. 

Knackpunkte waren dabei die erforderlichen Kapazitäten sowie die Übermittlung der Daten, die im gesamten Prozess ausschließlich digital erfolgen soll. Genau diese zwei Punkte verursachen nun dem beauftragten Augsburger Labor Probleme. 

Die anvisierten 24 bis 48 Stunden können bislang nicht eingehalten werden, weil das Testaufkommen hoch ist und Lieferengpässe von Reagenzien und diversen Verbrauchsmaterialien bei den Herstellern bestehen. Die Übermittlung der Testergebnisse mittels Corona Warn App bereitet derzeit außerdem Schwierigkeiten.

Für die betroffenen Bürger ist das späte Eintreffen der Testergebnisse ärgerlich, haben sich doch viele von ihnen auf ein Testergebnis innerhalb von 48 Stunden eingerichtet. 

Bisher liegen die Testergebnisse für die 424 Testungen in der Zeit vom 1. bis 3. September vor. Die gute Nachricht: Alle Ergebnisse sind negativ. 

Für den Testtag am 4. September gehen die Meldungen gerade ein. Die bisher eingegangen sind ebenfalls negativ. Die Ergebnisse für den 7. September werden am Mittwoch, 9. September, erwartet.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen im Labor und der Deutschen Telekom (als Mit-Entwickler der Warn App) ist das Landratsamt intensiv auf Ursachensuche, warum gerade die Übermittlung der Testergebnisse via Corona Warn App nicht richtig funktioniert. 

Bis die Übermittlung mittels Corona-Warn App sichergestellt ist, werden die Betroffenen jedenfalls telefonisch vom Landratsamt über die Ergebnisse unterrichtet. 

Das Labor versendet die Testergebnisse zusätzlich auf dem Postweg.

Von Kreisbote

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